Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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nen, daß ſie bei der Mayeux wieder das Leben unaufhör li⸗ cher, trockner Arbeit und harter Entbehrungen anfangen werde, welches ihr ſchon einmal unerträglich geworden war, und welches ihr noch weit bitterer werden mußte, ſeitdem ſie ſich an ein müſſiges, verſchwenderiſches Leben gewöhnt hatte. Die welche Cephiſe ihrem Geliebten gege⸗ ben, befänftigten einigermaßen den Schmerz und die Unruhe Jakob's. Er hatte ſo viel geſunden Sinn, um zu ſehen, daß der Abhang, auf welchem er bisher mit Cephiſe getaumelt war, geradeswegs zur Ehrloſigkeit führte.

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Einer der Zeugen des Gerichtsboten klopfte an den Schlag und ſagte: „Lieber Freund, Sie haben nur noch fünf Minu⸗ ten, machen Sie's kurz.“

„Muth, liebes Kind,“ ſogte Jakob.

„Sey ruhig. Verlaſſe Dich darauf, ich werde nicht ver⸗ zagen.“

„Du gehſt doch nicht wieder hinauf?“

„O nein! Dieſe Luſtbarkeit iſt mir jetzt ein Gräuel.“

„Alles iſt vorausbezahlt,“ ſagte Jakob. „Ich will durch einen Kellner hinauf ſagen laſſen, daß ſie nicht auf uns war⸗ ten ſollen. Sie werden ſich wundern; aber das iſt einerlei.“

„Wenn Du nur mit mir nach Hauſe fahren könnteſt,“ ſagte Cephiſe. „Der Mann würde es vielleicht erlauben, * denn in dieſem Aufzug kannſt Du doch nicht nach Sainte Pélagie gehen.“

„Das iſt wahr. Er wird Dir nicht wehren, mich zu be⸗ gleiten. Aber er wird bei uns im Wagen ſitzen, und es wird uns nicht möglich ſeyn, vor ihm etwas zu ſprechen. Alſo laſſe mich zum erſten Mal in meinem Leben vernünftig mit Dir reden. Vergiß nicht, was ich Dir ſage, liebe Ce⸗ phiſe. Es gilt übrigens für mich ſo gut, wie für Dich. Ge⸗ wöhne Dich von heute an wieder an die Arbeit. Mag ſie immerhin mühſam und undankbar ſeyn, das darf Dich nicht irren. Zögere nicht, ſonſt würdeſt Du bald dieſe Lehre ver⸗ 4₰ geſſen. Wie Du ſelber ſogſt, ſpäter würde es nicht mehr Zeit ſeyn, und dann würdeſt Du enden, wie ſo viele andere Unglückliche. Du verſtehſt mich.“

„Ich verſtehe Dich,“ erwiederte Cephiſe erröthend. „Lieber hundertmal den Tod, als ein ſolches Leben.“

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