Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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ich für Sie thun kann, lieber Freund. Nachher heißt's: Marſch! — Machen Sie keinen Verſuch zu entſpringen. Wir ſtehen Wache am Schlag, ſo lange der Wagen hier hält.“

Cephiſe war mit einem Sprung im Wagen und ſetzte ſich neben Jakob. Bisher war ſie zu ſehr erregt geweſen, als daß ſie ein Wort hätte hervorbringen können. Als ſie ſeine Bläſſe bemerkte, rief ſie: „Was gibt's? Was will man von Dir?“

„Ich werde wegen Schulden verhaftet,“ erwiederte Jakob mit hohler Stimme.

„Duk“ ſchrie Cephiſe auf.

„Ja, wegen des Sicherheitswechſels, den der Mäkler mihh hat unterſchreiben laſſen. Er ſagte, es wäre bloß der Form wegen, der Bandit!“

„Aber, um Gotteswillen, Du haſt ja Geld bei ihm ſtehen. Er ſoll das einſtweilen auſ Abſchlag nehmen.“

„Ich habe über keinen Sou mehr zu verfügen. Er hat mir durch die Zeugen des Gerichtsboten ſagen laſſen, er würde mir die letzten tauſend Franken nicht geben, da ich den Wechſel nicht bezahlt hätte.“

„Komm, wir wollen zu ihm fahren und ihn bitten, Dich frei zu laſſen. Er hat Dir ja das Geld angeboten. Ich weiß es genau, denn an mich hat er ſich zuerſt gewandt. Er wird Erbarmen haben.“

„Ein Mäkler und Erbarmen! — Geh!“

„Alſo nichts — nichts mehr!“ rief Cephiſe händeringend. — — Aber hier muß ſich doch helfen laſſen. Er hatte Dir doch verſprochen — —“

„Du ſiehſt ja, wie er ſeine Verſprechungen hält,“ entgeg⸗ nete Jakob bitter. „Ich habe unterſchrieben, ohne zu wiſſen was. Die Verfallzeit iſt abgelaufen, und das Recht iſt auf ſeiner Seite. Widerſtand würde mir nichts nützen. Alles das iſt mir eben erklärt worden.“

„Aber man kann Dich doch nicht lange gefangen halten Deißt unmöglich.“

„Fünf Jahre, wenn ich nicht bezahle. Und da ich nicht bezahlen kann, ſo iſt meine Sache fertig.“

„Ach Gott! ach Gott! Und nichts zu machen!“ jammerte Cephiſe, ihr Geſicht in den Händen brr