Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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ſie in das bacchus⸗ und cancanmäßigſte Durcheinander zu ſtürzen.“

„Wir ſtürzen ſie in Alles, was Ihr verlangt.“

„Der Cancan, fürwahr, im ſchneeweißen Haar,“ trällerte Roſe Pompon in einer bekannten Melodie.

„Das wird den Stadtſergenten imponiren.“

„Man wird ihnen ſagen: Reſpectirt ſie; Eure Mutter wird vielleicht eines Tags ſo alt werden, wie ſie.“

Plötzlich erhob ſich die Königin Bacchanal. Ihr Geſicht hatte einen eigenthümlichen Ausdruck höhniſcher Freude. Sie ergriff ihr Glas und rief: „Man ſagt, die Cholera kommt mit ihren Siebenmeilenſtiefeln. Ich trinke auf die Cholera!“ Und ſie trank.

Trotz der allgemeinen Heiterkeit machten dieſe Worte einen beklemmenden Eindruck. Eine Art eleetriſcher Schauer überlief die Geſellſchaft. Faſt alle Geſichter wurden ernſt.

„Ah, Cephiſe!“ ſagte Jakob im Ton des Vorwurfs.

„Auf die Cholera!“ wiederholte unerſchrocken die Königin Bacchanal: „Möge ſie die verſchonen, welche Luſt haben zu leben, — und möge ſie die ſterben laſſen, welche ſich nicht trennen wollen!“

Jakob und Cephiſe wechſelten einen Blick, welcher den Uebrigen entging. Die Königin Bacchanal blieb eine Zeitlang ſtumm und nachdenkend.

„Ah, ſo! das iſt was anders“ begann Roſe Pompon. Auf die Cholera, damit es nur noch gute Geſellſchafter auf der Welt gebe!“

Trotz dieſer Variation blieb der Eindruck peinlich. Dumvu⸗ lin wollte dieſen traurigen Gegenſtand der Unterhaltung kurz abbrechen und rief: „Zum Teufel mit den Tovten! Es leben die Lebenden! Und da wir von Lebenden und Wohllebenden ſprechen, ſo begehre ich, eine Geſundheit auszubringen, welche unſerer luſtigen Königin gefallen wird, die Geſundheit unſeres Wir⸗ thes. Leider weiß ich ſeinen ehrenwerthen Namen nicht, denn ich habe bloß das Vergnügen, ihn erſt ſeit dieſer Nacht zu kennen. Er wird mich alſo entſchuldigen, wenn ich mich dar⸗ auf beſchränke, die Geſundheit von Liegganznackt auszubrin⸗ gen, welcher Name durchaus meine Schamhaftigkeit nicht be⸗ leivigt, ſintemal Adam nie anders lag. Alſo Legganznackt!“