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„Danke, lieber Knollen,“ erwiederte Jakob heiter. „Wenn ich Euren Namen vergäße, würd' ich Euch nennen Der⸗ trinkenwill, und ich bin überzeugt, Ihr würdet antworten: ier!“
„Hier! hier!“ rief Dumoulin mit der einen Hand militä⸗ riſch grüßend, mit der andern ſeine Bowl hinhaltend.
„Uebrigens,“ fuhr Jakob freundſchaftlich fort, „wenn man zuſammen gezecht hat, muß man ſich gründlich kennen Ich heiße Jakob Rennepont.“
„Rennepont?“ wiederholte Dumoulin. Der Name ſchien ihm aufzufallen, obwohl er halb betrunken war. „Ihr heißt Rennepont?“
„Rennepont, ſo gut wie Einer. Wundert Euch das?“
„Es gibt eine alte Familie dieſes Namens, die Grafen von Rennepont.“
„Ei was?, ſagte Liegganznackt lachend.
„Die Grafen von Rennepont, die auch Herzoge von Car⸗ doville ſind,“ ſetzte Dumoulin hinzu.
„Ei, ei, lieber Knollen. Sehe ich denn darnach aus, als ob ich einer ſolchen Familie das Leben verdankte? Ich bin ein Arbeiter in Schwänken und Schmäuſen.“
„Ihr ſeyd ein Arbeiter?“ fragte Dumoulin mit ſteigender Verwunderung. „Da gerathen wir ja in die tauſend und eine Nacht. Ihr gebt uns ein Gaſtmahl à la Balthaſar benebſt Vierſpännern zum Beſten und Ihr ſeyd ein Arbeiter? Nennt mir geſchwind Euer Handwerk; ich will es treiben und den Weinberg des Herrn verlaſſen, in welchem ich ſo ſo arbeite.“
„Ihr meint am Ende, ich ſey Arbeiter in augentäuſchenden Bankzetteln und Münzen,“ erwiederte Jakob lachend.
„O, Kamerad, eine ſolche Vorausſetzung — —.“
„Iſt verzeihlich, wenn man ſieht, wie ich hauſe. Aber ich will Euch beruhigen. Ich verzehre eine Erbſchaft.“
„Ihr verſpeiſ't und vertrinkt ohne Zweifel einen Oheim,“ äußerte mit freundlicher Miene Dumoulin..
„Ich weiß es wahrlich nicht.“
„Wie? Ihr wißt nicht, was Ihr verſpeiſ't?“
„Erſtlich müßt Ihr wiſſen, mein Vater war Lumpen⸗ ſammler.“


