Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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ſind, ſolten leben, als hätte*

riſche Färbung gebe, und zugleich eine the⸗v⸗logiſche und ar⸗chä⸗o⸗lo⸗giſche.“

Der Leſer denke ſich die Fratze und den Ton, mit welchem Dumyulin die letzten Wörter ausſprach und ſeandirte. Anhal⸗ tendes Gelächter war die Folge.

„Archäologiſche?“ fragte Roſe Pompon „Was iſt das für ein Ding? Hat es einen Schwanz? Schwimmt es auf dem Waſſer?“

„Laß es gut ſeyn,“ erwiederte die Königin Bacchanal. „Das ſind gelehrte und Taſchenſpieler⸗Redensarten. — Wind, weiter nichts. — Trinken iſt klüger. — Schenken Sie ein, Nini Moulin; Champagner! Roſe Pompon, auf die Geſundheit Deines Philemon, auf ſeine baldige Rückkehr!“

„Trinken wir lieber auf die gelbe Rübe, welche er ſeiner

langweiligen filzigen Familie auszuziehen gedenkt,“ erwiderte

Roſe Pompon. „Glücklicher Weiſe iſt ſein Rübenplan nicht übel.“ „Roſe Pompon!“ rief Dumoulin, „wenn Sie dieſen Witz mit oder ohne Lbſicht gemacht haben — ſo küſſen Sie mich, liebes Kind“ „Schönen Dank! Was würde mein Mann dazu ſagen?“

„Roſe Pompon, ich kann Sie beruhigen. Sanct Paulus — verſtehen Sie, der Apoſtel Sanct Paulus — —“

„Nun was denn? ſelbſt Apoſtel!“

„Sanct Paulus ſagt ausdrücklich erheirathet

„Was geht das mich an? Das geht Philt e „Freilich,“ erwiederte Dumoulin. „Aber der göttliche Boſ⸗ ſuet, ſetzt gar fein zu dem Citat aus Sanct Paulo hinzu: Und folglich müſſen die verheiratheten Weiber leben, als hätten ſie keine Männer *) — Es bleibt mir demnach nichts übrig, als die Arme nach Ihnen auszu⸗ ſtrecken, o Roſe Pompon! um ſo mehr, da Philemon nicht einmal Ihr Mann iſt.“ „Streng genommen Freilich nicht; aber Sie ſind mir zu häßlich.“ „Das iſt ein Grund, der ſich hören läßt. So trink' ich

Abhandlung über die Begehrlichkeit. Band 4.

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