Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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betrachtend, mit einander zu berathſchlagen. Gleich darauf kam ein Vierter eilends die Treppe herunter.

„Nun?“ fragten die Drei geſpannt.

„Er iſt da,“ antwortete der Vierte.

„Biſt Du deſſen gewiß?“

„Gibt es etwa zwei Liegganznackt auf der Welt?“ entgeg⸗ nete der Vierte. „Eben hab' ich ihn geſehen. Er iſt als Sackträger verkleidet. Sie gehen für wenigſtens drei Stun⸗ den zu Tiſch.“

„Nun,“ ſagte einer von den Dreien, „wartet hier. Macht Euch ſo wenig wie möglich bemerkbar. Ich hole die Haupt⸗ perſon, und wir haben die Geſchichte im Sack.“ Nach dieſen Worten eilte der Sprechende durch eine Seitenſtraße hinweg.

In demſelben Augenblick trat die Königin Bacchanal, von Liegganznackt begleitet, in den Speiſeſaal und wurde mit ra⸗ ſendem Zuruf begrüßt. „Jetzt aber,“ rief ſie in fieberhafter Aufregung, als wollte ſie ſich betäuben, „jetzt, Freunde, Stürme, Orkane, drunter und drüber, je toller, je lieber!“ Und dem Nini Moulin ihr Glas reichend, ſagte ſie: „Ein⸗

geſchenkt!“ „Es lebe die Königin!“ rief Alles einſtimmig.

Drittes Kapitel. Der Morgenſchmaus.

Die Königin Bacchanal führte den Vorſitz bei dem Morgen⸗ ſchmaus, welchen Jakob der Geſellſchaft zum Beſten gab. Ihr gegenüber ſaß ihr Geliebter und Roſe Pompon, zu ihrer Rechten Nini Moulin. Die jungen Leute ſchienen die Anſtren⸗ gungen des Balles vergeſſen zu haben, welcher um elf Uhr Abends begonnen und um ſechs Uhr Morgens geendet hatte. Die luſtigen verliebten Paare lachten, aßen und tranken mit jugendlichem pantagruelsmäßigem Eifer. Geſchwatzt wurde während der erſten Hälfte der Mahlzeit wenig. Man hörte faſt nur das Klingen der Gläſer und der Teller.