Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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wenn ſie ſpäter dem Geber zurückgeſtellt würden, ihm aus

der Noth helfen könnten. Mit Thränen in den Augen ſagte

ſie: „Lieber Herr, Sie ſind gut und edelmüthig. Ich nehme

die Gabe an; der Vater Agricvla's ſoll heute wenigſtens die⸗

„ in ſeinem herben Kummer haben. Dank, herzlichen ank!“

„Sie brauchen mir nicht zu danken,“ erwiederte Liegganz⸗ nackt. „Wenn man Geld hat, ſo hat man's für Andere wie für ſich.“

Das Geſchrei erneuerte ſich wüthender als je, und Du⸗ moulin's Raſſel ſchnarrte ganz abſcheulich. „Cephiſe,“ ſagte Rennepont, „ſie ſchlagen da drinnen alles klein, wenn Du nicht kommſt, und jetzt hab' ich kein Geld mehr, um die Scher⸗ ben zu bezahlen. — Verzeihen Sie,“ ſagte er lachend zur Mayeur. „Aber Sie ſehen, das Königthum hat ſeine Pflichten.“

Cephiſe breitete gerührt die Arme gegen ihre Schweſter aus. Dieſe fiel ihr, Freudethränen vergießend, um den Hals und ſagte: „Nun, wann ſeh' ich Dich wieder?“

„Bald,“ antwortete Cephiſe, „obwohl mir nichts ſchmerz⸗ licher iſt, als Dich in einem Elend zu ſehen, das zu lindern Du mir nicht verſtatten willſt.“

„Du kommſt alſo? Du verſprichſt es?“

„Ich verſpreche es für ſie,“ ſagte Jakob. „Wir werden Sie und Ihren Nachbar Agricola beſuchen.“

„Nun, Cephiſe, kehre zu Deinem Feſt zurück,“ ſagte di Mayeux. „Sey ſeelenvergnügt, denn Du kannſt es, da Dein Freund eine Familie glücklich macht.“

Liegganznackt ſorgte, daß die Mayeur weggehen konnte, ohne von der lärmenden Geſellſchaft geſehen zu werden. Die Nätherin ſchlich ſich weg und eilte, dem alten Dagobert we⸗ nigſtens eine gute Nachricht zu bringen. Zuvyr aber wollte ſie in die Babylonſtraße in den früher von Adriana von Car⸗ doville bewohnten Pavillon gehen. Warum? werden wir ſpä⸗ ter erfahren.

In dem Augenblick, wo die Mayeux aus dem Hauſe trat, ſprachen drei bürgerlich wohlhabend gekleidete Männer leiſe mit einander, und ſchienen, das Haus zum Säugenden Kalb