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keit; „doppelt erfreut, denn Sie werden mir Nachricht vom Kameraden Agricvla geben. Seitdem ich den Millivnär ſpiele, ſehen wir uns nicht mehr; aber ich habe ihn immer noch gern, als einen guten, braven Kerl. Sie wohnen in ſeinem Haus? Wie gehts ihm?“
„Ach, lieber Herr,“ antwortete die Mayeur, „ihm und ſei⸗ ner Familie iſt viel Unglück begegnet Er ſitzt im Gefängniß.“ „Im Gefängniß?“ wiederholte Cephiſe.
im Gefängniß? Und warum?“ fragte Liegganz⸗ nackt.
„Wegen eines unbedeutenden politiſchen Vergehens,“ ant⸗ wortete die Mayeur. „Man hatte gehofft, ihn gegen Cau⸗ 3 tttion in Freiheit geſetzt zu ſehen — —“
1 „Ja wohl! für 500 Franken; ich kenne das,“ unterbrach Liegganznackt.
„ünglücklicher Weiſe,“ fuhr die Mayeur fort, „iſt es nicht möglich geweſen. Die Perſon, auf welche man rechnete — —“
„Jakob, Du hörſt es,“ unterbrach Cephiſe. „Agricvla iſt im Gefängniß für fünfhundert Franken.“
„Ich verſtehe Dich,“ erwiederte Jakob. „Du brauchſt mir keine Zeichen zu machen. Der arme Junge! Und er erhält ſeine Mutter.“
„Es iſt um ſo betrübender,“ fuhr die Mayeux fort, „als ſein Vater aus Rußland angekommen und ſeine Mutter —“
„Hier! nehmen Sie das,“ unterbrach Liegganznackt aber⸗ mals, ihr einen Beutel überreichend. „Hier iſt Alles bezahlt, und das iſt in meinem Sack noch übrig. Es ſind noch 25
bis 30 Napoleons d'rin. Ich kann nicht beſſer damit enden, als indem ich ſie verwende für einen Kameraden, der in Noth iſt. Geben Sie dieſelben dem Vater Agrievla's. Er wird die nöthigen Schritte thun, und morgen wird Agricvla an ſeiner Eſſe ſtehen, wo ich ihn lieber hinwünſche als mich.“
„Jakob, küſſe mich auf der Stelle!“ ſagte Cephiſe.
„Auf der Stelle! — und noch einmal! — und immer fort!“ ſagte Jakob, die Königin Bacchanal freudig umarmend.
Die Mayeur zögerte einen Augenblick. Aber ſie bedachte,
dazu dienen könnte, der Familie Agricola's Leben und Hoff⸗ nung wiederzugeben, — und ferner, daß dieſe 500 Franken,
daß dieſe Summe, welche ſonſt thöricht vergendet worden wäre, 4


