Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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meinem Liebhaber. Es wäre Beleidigung, es Dir vorzuſchla⸗ gen. Es gibt ſo erniedrigende Verhältniſſe, daß ſie ſelbſt das Gute, welches man thun möchte, beſudeln.“

„Cephiſe, Du weißt, ich habe Dich nicht verletzen wollen,“ bemerkte die Mayeux.

„Glaube mir,“ fuhr die Königin Bacchanal fort, „ſo leicht⸗ ſinnig und wohlgemuth ich auch bin, ſo habe ich doch manch⸗

mal Augenblicke der Ueberlegung — — ſelbſt bei meinen tollſten Luſtbarkeiten. Glücklicher Weiſe ſind dieſe Augenblicke ſelten.“

„Und woran denkſt Du in ſolchen Augenblicken?“

„Ich denke, daß das Leben, welches ich fühxe, nicht eben ehrenhaft iſt. Und dann fühl' ich mich verſucht, den Jakob um eine kleine Summe anzuſprechen, mit welcher ich ein Jahr lang mein Leben friſten könnte, während ich wieder zu Dir ginge und mich allmählig an die Arbeit gewöhnte.“

„Das iſt ja ein ganz guter Gedanke! Warum führſt Du ihn nicht ans?“

„Weil ich mich in dem Augenblick, wo ich das Vorhaben ausführen will, ernſtlich frage und dann finde, daß der Muth mir mangelt. Ich fühle es, ich kann mich nie wieder an die Arbeit gewöhnen und auf dies Leben verzichten, wo es bald an nichts fehlt, wie heute, bald mißlich ſteht, welches aber immer frei, müßig, luſtig, ſorglos und in jedem Fall tauſend⸗ mal beſſer iſt, als das, welches ich bei einem Verdienſt von vier Franken die Woche führen würde. Uebrigens iſt Hab⸗ ſucht nie mein Leitſtern geweſen. Mehrmals hab' ich mich geweigert, eigen Liebhaber, der nicht viel hatte, um eines Rei⸗ chen willen M gſen. Ich habe nie etwas für naten viel haben w wir leb, hatte hundẽt worden waren, und dieſe Sunie die Narren eben Glück haben, ſo ſiel mir viertauſend Franken zu. Jakob war eben ſo luſtig, wie ich, und wir ſagten: Wir haben uns lieb, und ſo lang 1W. 2