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„Ich?“ rief die Mayeur erſchrocken. „Was denkſt Du?“
„Ich muß ſchlechterdings mit Dir ſprechen,“ erwiederte Ce⸗ phiſe. „Ich laſſe mir ein kleines Zimmer geben, wo wir al⸗ lein ſind. Mach' fort, Kleine! — Hier vor den Leuten — Keine Umſtände! — Komm!“
Die Furcht, das Ziel aller Blicke zu werden, beſtimmte die Mayeur zu folgen, oder vielmehr, ganz betäubt von dem Begebniß, zitternd und erſchrocken, folgte ſie faſt willenlos ihrer Schweſter, die ſie in den Wagen zog, nach⸗ dem Nini Moulin den Schlag geöffnet.
Da der Mantel der Königin Bacchanal die ärmlichen Klei⸗ der und die Mißgeſtalt der Mayeux verhüllte, ſo hatte die Menge keinen Anlaß zu lachen. Sie wunderte ſich bloß über den Auftritt, während die Wagen an der Thür des Wirthes auf dem Chäteletplatz vorfuhren.
Zweites Kapitel. ie Gegen ſe
Einige Minuten nach dem Zuſammentreffen der Mayeur
einem kleinen Zimmer des Wirthshanſes zum Säugenden alb. „Laß mich Dich nochmals umarmen,“ ſagte Cephiſe. „Jetzt wenigſtens ſind wir allein. Du fürchteſt Dich doch nicht mehr?“ Indem ſie ihre Schweſter umfaßte, fiel der Mantel, welcher dieſe umhüllte. Beim Anblick der erbärmlichen Klei⸗ der, welche zu bemerken ſie im Gedräng auf dem Chätelet⸗ platze keine Zeit gehabt, ſchlug Cephiſe die Hände zuſammen und konnte einen Ausruf ſchmerzlicher Ueberraſchung nicht zurückhalten. Sie trat dicht an ihre Schweſter heran, um ſie ganz in der Nähe zu betrachten, nahm die abgemagerten, kal⸗ ten Hände derſelben in ihre fleiſchigen und ließ einige Minu⸗
auf dem armen, blaſſen, durch Hunger und Wachen abgema⸗
und der Königin Bacchanal befanden ſich beide Schweſtern
ten lang mit zunehmendem Schmerz ihre forſchenden Blicke
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