Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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Tagen gut tanzen kann. Es iſt ein Gelübde, welches ich ge⸗ than habe, damit Sie Rottmeiſter werden.“

„Ein tolles Mädchen!“

„Ich begreife nicht, daß es mit Liegganznackt immer ſo fort geht.“

„Weil er Handwerker geweſen iſt?“

„Dummheit! Uns Studenten und Ladenſchwengeln würde es wunderlich anſtehen, die Stolzen zu ſpielen! Nein, ich wun⸗ dere mich über die Treue der Königin.“

„Es dauert eben drei — vier volle Monate.“

„Sie iſt toll und er iſt vernarrt.“

„Das muß eine hübſche Converſation zwiſchen ihnen geben.“

„Manchmal frag' ich mich, wo zum Teufel Liegganznackt das Geld alle hernimmt, welches er verjubelt. Es ſcheint, er hat die Koſten dieſer Nacht beſtritten, und drei Vierſpän⸗ ner und den Morgenimbiß für zwanzig Perſonen, zu zehn Franken den Kopf, bezahlt.“

„Es heißt, er habe geerbt. Nini Moulin, der gut wittert,

wo es etwas zu freſſen und zu ſaufen gibt, hat heute Nacht

Bekanntſchaft mit ihm gemacht, — nebenbei auch, weil er un⸗ ehrliche Abſichten auf die Königin Bacchanal hat.“ „Er? Nein, dazu iſt er zu häßlich. Die Weibſen mögen

ihn wohl zum Tänzer haben, weil er die Galerie vor Lachen

platzen macht; ober das iſt auch Alles. Die kleine, artige

Roſe⸗Pompon hat ihn als ungefährlichen Hüter angenommen, während der Abweſenheit ihres Studenten.“

„Ah! Die Wagen! Da kommen die Wagen!“ rief einſtim⸗ mig die Menge.

Die Mayeux, welche im Gedränge nicht von den Masken wegkommen konnte, hatte kein Wort von dieſem für ſie ſo

peinlichen Geſpräch verloren. Ihre Schweſter, von welcher die Rede war, hatte ſie ſeit langer Zeit nicht geſehen Die Königin Bacchanal hatte kein böſes Herz; aber der Anblick des Elendes der Mayeux, welches ſie getheilt, und welches ſie ferner zu tragen nicht vermocht hatte, verſetzte dieſe luſtige

Dirne in tiefe Trauer, und ſolche Eindrücke mied ſie, ſeitdem die Mayeur ſich geweigert hatte, Unterſtützungen von ihr an⸗ zunehmen, die aus keiner lauteren Quelle kommen konnten.

„Die Wagen! Die Wagen!“ rief von Neuem die Menge

„