Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Einzelbild herunterladen

„O wie witzig! — Geh, Du dicker Nichtsnutz!“

„Gobinet hat Recht,“ bemerkte ein Dritter. „D war dieſe Nacht herrlich.“

3 „Und im Zug!“

„Nie hab' ich ſie aufgeräumter geſehen.“ „Und welches Coſtüm! Sinnverwirrend!“ „Niederwerfend.“ 5 „Haarzerzauſend!“

„Verdonnernd!“

„Verwetternd!“

„Nur ſie kann dergleichen erfinden.“

„Und welcher Tanz!“

„Das will ich meinen! Das iſt zugleich entfeſſelt, wellen⸗ und ſchlangenförmig. Eine ſolche Bajadere gibt's nicht mehr unter der Himmelskappe.“

„Gobinet, geben Sie mir auf der Stelle meinen Shawl wieder. Sie haben ihn mir ſchon genug verdorben, indem Sie ihn als Gürtel um Ihren dicken Wanſt getrsgen haben. Ich brauche mir meine Sachen nicht von dicken Geſchöpfen verderben zu laſſen, welche die Frauenzimmer Bajaderen

nennen.“ 5

3 „Cöleſte, beſänft'ge Deine Wuth! Ich bin als Türke ve kleidet. Von Bajaderen ſprechend, bleib' ich beinahe in me ner Rolle.

„Deine Cöleſte iſt halt wie die Andern, Gobinet. Sie iſt eiferſüchtig auf die Königin Bacchanal.“ „Ich, eiferfüchtig? Seht einmal an! Wenn ich ſo ſcham⸗ los ſeyn wollte, wie ſie, würde man von mir eben ſo viel ſprechen. Was macht am Ende ihren Ruf? Daß ſie einen Beinamen hat.“ 5 — „Um ſolchen haſt Du ſie nicht zu beneiden, ſintemal man Dich Cöleſte nennt.“ „Gobinet, Sie wiſſen, daß Cöleſte mein Taufname iſt.“ „Allerdings. Aber er bedeutet Himmliſche und klingt wie ein Beiname, wenn man Dich anſieht.“ „Gobinet, das ſchreib' ich ebenfalls auf J chnung. „Nicht wahr, Oscar wird Dir helfen, die Advitiön mache „Ganz gewiß, und Sie werden das Facit ſe