Dem armen Mädchen fiel inmitten dieſes luſtigen Getümmels der peinliche Auftritt vom vorigen Tag ein. Angſtvoll ſuchte
Stelle. Der vom Kai herkommende Trupp Masken war auf den erſten Haufen geſtoßen, und während ein Theil von die⸗ ſem auswich, drängten ſich die Ankömmlinge in den leeren Raum, und von dem Strom dieſer fortgeriſſen, ward die Ma⸗ veux unter die dem Säugenden Kalb zunächſt ſtehenden Grup⸗ pen geworfen.
Die neuen Masken waren viel beſſer gekleidet als die an⸗ dern. Sie gehörten zu der unruhigen luſtigen Klaſſe, welche
plätze beſucht, wo es mehr oder minder ausgelaſſen hergeht, und wo ſich gewöhnlich Studenten, Ladenjungfern, Hand⸗ lungsdiener, Griſetten/ u. ſ. w. einfinden. Diefer Trupp er⸗ widerte die Späße der andern Masken, und ſchien dabei mit Ungeduld gewiſſer Perſonen zu harren. Von der Wichtigkeit dieſer Perſonen gaben folgende Worte einen Begriff, die zwiſchen Pierrots und Pierretten, Ausladern und Ausladerin⸗ nen, Türken und Sultaninnen, und ähnlichen Paaren gewech⸗ ſelt wurden. „Ihre Mahlzeit iſt auf ſieben Uhr dieſen Morgen beſtellt. Ihre Kutſchen ſollten ſchon da ſeyn.“ a; aber die Königin Bacchanal wird das letzte Rennen im Prado haben anführen wollen.“ „Wenn ich das gewußt hätte, wär' ich dort geblieben, um ſie zu ſehen, meine angebetete Königin.“ Gobinet, wenn Sie dieſelbe noch einmal Ihre angebetete Rönigin nennen, ſo kratz' ich Sie. Einſtweilen werden Sie gekniffen. „Cöleſte! — Höre doch auf! Du machſt mir ſchwarze Flecken auf den Atlas, mit dem mich meine Mama bei der Geburt geſchmückt hat.“ „Warum nennen Sie dieſe Bacchanal Ihre angebetete Kö⸗ nigin? Was bin ich Ihnen denn?“ .
WMond gibt, ſo gibt es nur eine Bacchanal in den Nächten des Pradv.“
ſie einen Ausweg, allein ſie kam keinen Schritt von der
die Chaumiére, den Prado, das Kolyſeum und andere Tanz⸗
„Du biſt meine Angebetete, aber nicht meine Königin. Denn gleichwie es in den Nächten der Natur nur einen


