Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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lieber, daß ich mich an einen Anderen zu halten habe, als an Dich.“

„Lieber Freund,“ ſagte Francisca in ſanftem, feſtem Ton, „Du biſt ſehr irre, wenn Du glaubſt, einen ehrwürdigen Mann einſchüchtern zu können, der ſeit zwanzig Jahren mein Seelenheil beſorgt. Er iſt ein achtbarer Greis.“

„Ich ſchere mich den Teufel um ſein Alter!“ rief Dago⸗ bert, ſich nach der Thür wendend.

„Um Gotteswillen! Wo willſt Du hin? Du biſt er⸗ ſchrecklich!“

„Ich gehe in Deine Kirche. Du mußt darin bekannt ſeyn. Ichſfrage nach Deinem Beichtvater, und dann werden wir ſehen.“

Außer ſich vor Entſetzen warf ſich die Alte ihrem Mann in den Weg und rief: „Lieber Freund! ich bitte Dich um

Gotteswillen, bedenke, welcher Gefahr Du Dich ausſetzeſt. Großer Gott! einen Prieſter zu beleidigen! Weißt Du denn nicht, daß das ein vorbehaltener Fall iſt?“

Ein Fall, in welchem der Abbé Dubois nicht losſprechen konnte, weil derſelbe dem Biſchof oder dem Papſt vorhehalten war, das war das Furchtbarſte, was die alte Frau in ihrer Einfalt dem alten Soldaten ſagen zu können meinte. Dieſer aber riß ſich von ihr los und wollte in der Hitze ohne Kopf⸗ bedeckung forteilen, als die Thür aufging und der Polizei⸗ Commiſſär mit der Mayeux und mit dem Polizeidiener eintrat, welcher Letztere den, dem Mädchen abgenommenen Pack trug.

Dagobert erkannte den Beamten an ſeiner Schärpe. „Der Commiſſär!“ rief er. „Vortrefflich! Er kommt, wie gerufen.“

Achtzehntes Kapitel.

„Fran Francisca Baudoin?“ fragte der Beamte. J

„Die bin ich,“ antwortete Dagobert's Frau. Als ſie die Mayeux bemerkte, welche bleich und zitternd da ſtand, ſtrechte ſie weinend die Arme nach ihr aus und rief: „Ach, ars