Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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— — ⸗ eine Vorſtellung von den Ränken zu machen, die ſeit langer Zeit um Gabriel und um die Töchter Simon's geſponnen waren, aber das ahnte ihm, daß ſeine Frau einem geheimen Einfluß des Beichtſtuhls folgte. Ohne gerade zu begreifen, worauf dieſer Einfluß abzweckte und wie weit er reichte, konnte er ſich jetzt wenigſtens einigermaßen die vorher unbe⸗ greifliche Hartnäckigkeit des Stillſchweigens erklären, welches ſeine Frau in Betreff der Töchter des Marſchalls Simon be⸗ obachtete. Nachdem er einige Angenblicke nachgedacht, ſtand er auf, faßte ſeine Frau ſcharf ins Auge und ſagte in ſtren⸗ gem Ton: „Hinter dieſer Geſchichte ſteckt ein Pfaff!“

„Was ſagſt Du?“ fragte die Alte betroffen.

„Du haſt durchaus keinen Vortheil dabei, die Kinder vor mir zu verſtecken,“ fuhr Dagobert fort. „Du biſt das beſte Weib von der Welt. Du ſiehſt, was ich leide, und wenn Du Deiner eignen Eingebung folgteſt, würdeſt Du mich nicht ſo peinigen.“

„Lieber Freund! — —“ ſtammelte die Alte.

„Ich ſage Dir, die ganze Geſchichte fängt an mir klar zu werden! Du opferſt mich und dieſe Kinder Deinem Beichtvater auf. Aber nimm Dich in Acht. Ich bringe heraus, wo er wohnt, und das Donnerwetter ſoll hineinſchlagen! ich gehe hin und frage ihn, wer bei mir Herr im Hauſe iſt, er oder ich. Und wenn er ſchweigt — dann will ich ihn zum Reden bringen!“

Dis drohende Gebärde, mit welcher Dagobert dieſe in Francisca's Ohren wie Gottesläſterung klingenden Worte begleitete, erfüllte ſie mit Entſetzen. Händeringend rief ſie: „Um Gvtteswillen! Einen Geiſtlichen? Bedenke, einen Geiſt⸗

„

—

lichen

„Ein Geiſtlicher, welcher Zwietracht, Verrath und Un⸗ ck in mein Haus bringt, iſt ein Schuft, ſo gut wie ein erer, und ich habe das Recht, ihm Rechenſchaft abzufor⸗ dien für das Unheil, das er mir und den Meinigen bereitet. ſſo ſage mir auf der Stelle, wo die Kinder ſind. Wo icht, ſo gehe ich zu Deinem Beichtvater und frage ihn. Es

iſ hier eine Schurkerei im Werk und Du haſt dabei die

Snde im Spiel, ohne es zu wiſſen. Uebrigens iſt es mir