Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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Freudenſtörer!“ Das treue Thier zögerte anfangs, und ſah

denſtörer folgte ihnen behutſam, ohne daß ſie es merkten; denn in Abweſenheit Dagobert's verließ das kluge Thier ſie nie. Vorſichtshalber hetie die vertraute Kammerfrau der Für⸗ ſtin von St. Dizier den Kutſcher außerhalb der Briſe⸗Miche⸗ Gaſſe auf dem Kloſterplätzchen halten laſſen, und bei der eili⸗ gen Rückkehr in Dagobert's Wohnung hatte ſie ihren Mops nicht mitgenommen. Als der Kutſcher ihr den Schlag öffnete, ſagte er: „Madame, nichts für ungut. Sie haben da einen kleinen Schweinigel von Hund, der nicht jederzeit freundlich iſt. Seitdem Sie ihn in meiner Kutſche haben ſitzen laſſen, hat er geſchrieen, als ob er am Spieß ſteckte, und ein Ge⸗ ſicht gemacht, als wollt' er die Welt freſſen.“

Wirklich winſelte Monſieur, der nicht gern allein war, ganz jämmerlich. „Still, Monſieur! ich bin da,“ redete Frau Gri⸗ vois ihm zu. Und dann ſagte ſie zu den Mädchen: „Steigen Sie gefälligſt ein.“

Während die Schweſtern einſtiegen, flüſterte die Kammer⸗ frau dem Kutſcher zu, er ſollte nach dem Marienkloſter fah⸗ ren, und gab ihm noch weitere Anweiſungen. Plötzlich fing der Mops, welcher vorher geknurrt hatte, wüthend an zu bel⸗ fern. Freudenſtörer, bisher unbemerkt, war nämlich in den Wagen geſprungen. Erzürnt über dieſe Verwegenheit, ver⸗ gaß Monſieur ſeine gewohnte Klugheit und biß den großen ſibiriſchen Hund in die Schnauze. Freudenſtörer packte ihn beim Hals und erwürgte mit zwei Biſſen den ſchon halb in ſeinem Fett erſtickten Mops, welcher mit einem ſchwachen Seuf⸗ zer verſchied. Das Alles war das Werk eines Augenblicks, während deſſen die erſchrockenen Mädchen kaum Zeit hatten, zweimal zu rufen: „Hieher, Freudenſtörer!“

Bei dem Lärm wandte Frau Grivvis ſich um. „Ach gro⸗ ßer Gott!“ rief ſie; „ſchon wieder dies Ungeheuer von Hund! Er wird meinen Monfieur beißen. Jagen Sie ihn hinaus, Fräulein. Wir können ihn unmöglich mitnehmen.“

Die Mädchen wußten nicht, welch großes Verbrechen Freu⸗ denſtörer ſich hatte zu Schulden kommen laſſen, denn Monſieur lag ganz ruhig unter einem Sitz. Sie hielten es ſelber für unſchicklich, den Hund mitzunehmen und ſchoben ihn ſanft mit den Füßen weg, indem ſie ihm zuriefen; „Hinaus,