Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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Sechzehntes Kapitel. 8

Der Poſtdirec hätte den kalten Wet auf ſein ehrliches Soldatengeſicht hin weggehen laßfen wollen; dieſer aber hatte darauf beſtanden, in Verſatz zu Hleiben bis er Ant⸗ wort von ſeiner Frau hätte. Als indeß der Träger mit der Verſicherung zurückkam, das Geld würde gebracht werden, hatte Dagobert ſeine Schuld für gede zehalten und war nach Haus geeilt.

Man kann ſich die Bsſtür der Fran Grivvis denken, als ſie bei ihrem Eintreten neben der alten Frau und den beiden Mädchen Dagobert erblickte, den ſie nach der Be⸗ ſchreibung, welche ihr von ihm gemacht war, ſogleich er⸗ kannte. Nicht minder groß war die Angſt der alten Francisca beim Anblick der ſchwarzen Dame. Roſa und Blanca hatten ihr von einer ſolchen Dame erzählt, die in ihrer Abweſenheit wegen einer wichtigen Angelegenheit gekommen ſey, und nach dem, was ihr Beichtvater ihr geſagt hatte, zweifelte ſie nicht, daß dieſe Frau beauftragt ſey, die Mädchen ins Kloſter zu bringen. Sie war feſt entſchloſſen, der Weiſung des Abbé Dubois zu folgen, und fürchtete, ein Wort der Dame möchte ihren Mann auf die Spur des Vorhabens bringen und dies vereiteln. Damit wäre nach ihrer Meinung alle Hoffnung verloren geweſen, und die Waiſen wären in dem Zuſtand der Unwiſſenheit und Todſünde geblieben, für welchen ſie ſich verantwortlich erachtete.

Dagobert, welcher die Hände Roſa's und Blanca's in den ſeinigen hielt, ſtand beim Anblick der Unbekannten auf und warf ſeiner Frau einen fragenden Blick zu. Der Augenblick war entſcheidend. Aber Frau Grivois war nicht vergebens bei der Fürſtin von St. Dizier in die Schule gegangen. Raſch war ihr Entſchluß gefaßt. Die Haſt, mit welcher ſie nach der ſchändlichen Verleumdung der Mayeur zurückgekom⸗ men war, und den Ausdruck ihrer Beſtürzung beim Anblick

Dagobert's geſchickt benutzend, rief ſie nach einem Augenblick S