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Bei dieſen Worten ſchöpfte Frau Grivvis Hoffnung. Aber die Maheux machte dieſe Hoffnung zu nichte, indem ſie, auf die zuſammengepackten Pfänder deutend, ſagte: „Beruhigen Sie ſich, Fräulein. Hiermit kann geholfen werden. Das Pfand⸗ haus iſt nicht weit. So wie ich das Geld habe, bring' ich es
dem Herrn Baudoin. Späteſtens in einer halben Stunde
wird er hier ſeyn.“
„Ach ja, liebe Mayeux. Sie haben Recht,“ ſagte Roſa. „Wie gütig ſind Sie! Sie denken doch an Alles.“
„Sehen Sie,“ ſprach Blanca, „hier auf dem Brief iſt die Adreſſe; nehmen Sie ihn.“
„Ich danke Ihnen,“ erwiederte die Mayeux. Und zu dem Träger ſagte ſie: „Gehen Sie zurück zu dem Mann, der Sie geſchickt hat, und ſagen ihm, ich würde baldigſt in den Pvoſt⸗ hof kommen.“
„Verfluchte Buckelige!“ dachte die Kammerfrau mit verhal⸗ tenem Grimm. „Sie denkt an Alles. Ohne ſie wäre man der unerwarteten Rückkehr des verwünſchten Kerls enthoben. Was iſt jetzt zu machen? Dieſe Mädchen werden vor Ankunft der Frau des Soldaten nicht mit mir gehen wollen. Forderte ich ſie dazu auf, ſo könnte ich mich auf eine Weigerung gefaßt machen und Alles auf's Spiel ſetzen Gott! was iſt zu machen.“
Während die Kammerfrau ſo berlegte, ſagte der Träger im Hinausgehen: „Seyn Sie außer Sorgen. Ich will den Mann beruhigen und ihm ſagen, daß er nicht lange in Ver⸗ ſatz bleiben ſoll.“
Während die Mayeux ihren Pack vollends feſtknüpfte, zuckte Frau Grivois plötzlich zuſammen und ihre düſtere Miene hei⸗ terte ſich auf. Sie erhob ſich mit ihrem Monſieur unter dem Arm und ſagte: „Frau Baudoin ſcheint noch längere Zeit auszubleiben. Ich will einſtweilen einen Beſuch in der Nähe machen und bald wieder zurück kommen. Sagen Sie es ihr.“
Nach dieſen Worten ging ſie weg.


