Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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ſcharf anfah. „Ich will ſig erwarten, denn ich habe ihr et⸗ was Wichtiges zu ſagen,“ erwiederte die Kammerfrau und nahm nicht ohne Widerwillen Platz in dem alten Sorgeſtuhl der Frau Dagobert's. In der Meinung, daß ſie ihren Mops ein wenig laufen laſſen könnte, ſetzte ſie ihn ſäuberlich auf den Boden.

Alsbald ließ ſich ein dumpfes gewaltiges Knurren hinter dem Seſſel vernehmen. Der Mops ſtieß ein Kläffen des Entſetzens aus und ſuchte zitternd Zuflucht bei ſeiner Herr⸗ ſchaft. Frau Grivvis fuhr auf, bückte ſich und hob geſchwind ihren fetten Liebling wieder auf. „Was?“ rief ſie, „iſt ein Hund hier?“ Als ob er ſelber auf dieſe Frage hätte ant⸗ worten wollen, erhob ſich Freudenſtörer langſam hinter dem Seſſel und kam gähnend und die Glieder reckend zum Vor⸗ ſchein. Beim Anblick des gewaltigen Thieres und der langen Fangzähne in dem aufgeſperrten Rachen konnte Frau Grivvis einen Schrei des Entſetzens nicht zurückhalten. Der biſſige Mops, welcher ſich auf dem Schoos ſeiner Dame in Sicher⸗ heit ſah, begann keck zu knurren und dem ſibiriſchen Hund herausfordernde Blicke zuzuwerfen, welche dieſer nur mit einem neuen Gähnen beantwortete. Der würdige Begleiter Jovial's beroch dann argwöhniſch die Kleider der Beſucherin, kehrte dem Mops den Rücken und lege ſich zu den Füßen der Zwil⸗ linge nieder, die Augen unverwaudt auf ſie geheftet, als ahnte er, daß ſie von einer großen Gefahr bedroht ſegen.

„Schicken Sie dieſen Hund hinaus!“ rief Frau Grivvis in gebieteriſchem Ton. „Er erſchreckt den meinigen und könnte ihm Etwas zu Leid thun.“

„Seyn Sie unbeſorgt,“ entgegnete Roſa lächelnd. „Freu⸗ denſtörer iſt nicht böſe, wenn man ihm nichts zu Leid thut.“

„Einerlei!“ rief die Kammerfrau. „Ein Unglück iſt bald geſchehen. Man darf nur dieſen ungeheuren Hund anſehen mit ſeinem Wolfskopf und ſeinen furchtbaren Zähnen, und man zittert bei dem Gedanken an das Unheil, welches er anrichten könnte. Ich ſage Ihnen, ſchicken Sie ihn hinaus!“

Der Ton, in welchem Frau Grivois die letzten Worte ſchrie, klang ſo übel in den Ohren Frendenſtörer's, daß dieſer den Kopf nach der Unbekannten wandte und knurrend die Zähne wies. „Ruhig, Frendenſtörer!“ rief Blanca ta⸗