Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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ber die Maßregeln zuzuſchreiben, zu welchen mich eine ſo kecke Auflehnung nöthigt.“ „Es iſt gu, Frau Fürſtin,“ ſagte Adriana. — „Lieber Herr Doctor, kommen Sie, kommen Sie! Ich vergehe vor Unge⸗ duld. Jede verlorene Minute kann einer ehrenwerthen Fa⸗

milie bittere Thränen koſten.“

Adriana eilte mit dem Dvetor aus dem Saal. Ein Diener der Fürſtin ließ die Kutſche des Arztes vorfahren. Baleinier hob das Fräulein in den Wagen, und Adriana bemerkte nicht, daß er dabei dem Bedienten, welcher den Schlag öffneie, ei⸗ nige Worte zuflüſterte. Der Dockor ſtieg ein, ſetzte ſich ne⸗ ben das Fräulein und rief dem Kutſcher zu: „In das Hötel des Miniſters durch die kleine Einfahrt!“ Der Wagen rollte von dannen.

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Achtes Kapitel. Ein falſcher Freund. — —

Es war Nacht geworden. Der bis Sonnenuntergang hei⸗ 3 tere Himmel verhullte ſich immer mehr mit grauen, gelblichen . Wolken. Der Wind blies heftig und wirbelte hin und wie⸗ der den Schnee zuſammen, der zu fallen begann. Die La⸗ ternen warfen ein zweifelhaftes Licht in das Innere des Wa⸗ gens, in welchem der Doctor Baleinier mit Adriang von Cardoville ſaß. Das liebliche Geſicht des Mädchens, einge⸗ rahmt in dem grauen Caſtorhütchen und ſchwach be euchtet von den Laternen, hob ſich weiß und rein hervor auf dem dunklen Grund des Stoffs, mit welchem das Innere der Kutſche über⸗ zogen war. Ein lieblicher, faſt wollüſtiger Duft drang aus den Fleidern Avriana's, die, wie alle Reinlichkeit liebenden Frauen, viel auf Wohlgerüche hielt. Anmuthig ſäß ſie da neben dem Doctor. Ihre zierliche Geſtalt, eingeſchloſſen in das hoch heraufgehende, blautuchene Kleid, theilte i örwige Bewegung dem Rückkiſſen mit, wid hre kleinen, etwas ausgeſtreckten nd