Ton, war doch gewiß ein Dieb! Das erklärt die Sache g
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nicht daran zu denken, Adriana dieſen Abend mit Gewalt am Ausgehen zu hindern.
Frau von Saint Dizier fuhr in ihrer Erzählung fort: „Die Sache, welche dem Commiſſär ſo entſetzlich anſtößig vorgekommen war, iſt nichts im Vergleich mit dem, was ich Ihnen, meine Herren, noch weiter mitzutheilen habe. Alſo wir durchſuchten den ganzen Pavillon und fanden Niemand. Wir waren im Begriff, das Schlafzimmer des Fräuleins zu verlaſſen, welches wir zuletzt durchſucht hatten, als Frau Gri⸗ vois mich aufmerkſam machte, daß eine der vergoldeten Lei⸗ ſten einer blinden Thür nicht feſt ſchloß. Wir richteten die Aufmerkſamkeit des Commiſſärs auf dieſen Umſtand; ſeine Leute unterſuchten; eine Füllung der Thür ſchob ſich herab — und nun, was meinen Sie, was man entdeckt hätte? Nein, nein! Es iſt, ſo abſcheulich, ſo empörend, daß ich nie wagen werde — —“
„Ich will es wagen,“ ſagte entſchloſſen Adriana, die zu ih⸗ rem großen Verdruß ſah, daß Agricvla entdeckt worden „Ich will Ihrer Unſchuld die Erzählung dieſes neuen dals erſparen. Wenn ich es ſage, ſo geſchieht es kei um mich zu rechtfertigen.“
„Es verlohnte ſich aber doch wohl der Mühe, Frz bemerkte die Fürſtin mit verachtendem Lächeln. „C Ihnen in Ihrem Schlafzimmer verſteckter Mann!“
„Ein in ihrem Schlafzimmer verſteckter Mann!“ v Marquis, auffahrend mit einer Miene der Entrüſtung, W kaum ſeine Schadenfreude verbarg.
„Ein Mann? — in dem Schlafzimmer des Fräuleins?“ ſagte Baron Tripeaud. „Das iſt doch wohl auch ins Pro⸗ tokoll geſetzt worden?“
Ja, ja, Herr Baron!“ antwortete die Fürſtin mit trium⸗ phirender Miene.
„Aber dieſer Mann,“ bemerkte der Doetor in
einfach. Jeder andere Verdacht iſt — nicht wuhrſchelulic⸗ „Ihre Nachſicht für das Fräulein führt Sie irre,“ ſagte die Fürſtin.
an kennt dieſe Art von Dieben,“ ſprach Sri „ n Regel ſchöne, reiche junge Leute.“


