Blic. „Dieſe Entdeckung i
Sechstes Kapitel. Der Verrath.
Während Adriana, Herr Tripeaud und der Arzt in dem grünen Saale blieben, ging die Fürſtin von St. Dizier mit dem Marquis von Aigrigny und mit ihrem Kammerdiener in das anſtoßende Zimmer. Hier fragte ſie den Diener: „Wo iſt der Polizeicommiſſär 2
„Im blauen Saale, Frau Fürſtin.“
„Sagt ihm, er möge gefälligſt einige Augenblicke ver⸗ ziehen.“
Der Kammerdiener verbengte ſich und ging hinaus. So wie er ſich entfernt hatte, trat die Fürſtin raſch zu dem Abbé hin, deſſen ſonſt ſo ruhiges und ſtolzes Antiitz bleich und
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düſter war, und ſagte haſtig: „Sie ſehen, Adriana weiß Alles.
Was iſt zu machen? Was iſt zu machen?“ „Ich weiß es nicht,“ erwiederte der Marquis mit ſtarrem iſt ein furchtbarer Schlag.“ „Alſo iſt Alles verloren?“ „Ich wüßte nur einen Retter — — den Doctor.“ „Wie?“ rief die Fürſtin. „So ſchnell? Heute ſchon?“ „In zwei Stunden wird es zu ſpät ſeyn. Dies teufliſche en wird die Töchter des Marſchalls Simon geſehen aben.“ „Mein Gott! — Friedrich, ſo ſchnell iſt es nicht möglich.
Baleinier kann gewiß nicht — — Das müßte langſam vor⸗ pereitet werden, wie es nach dem heutigen Verhör geſchehen ſollte.“
„Einerlei!“ entgegnete der Abbé. „Der Doctor muß es um jeden Preis verſuchen.“
„Aber unter welchem Vorwand?“
„Ich will mich auf einen beſinnen.“
„Angenommen, Friedrich, Sie fänden dieſen Vorwand, ſo iſt, wenn heute gehandelt werden muß, nichts vorbereitet da unten.“
„Beruhigen Sie ſich. Man iſt dort immer bereit.“


