Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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3 herrſchte Schweigen und einige zwiſchen der Fürſtin und ihren

habe — — — ſagen Sie mir doch, bei welcher Strafe, Frau Tante?“

„Sie ſollen es erfahren. Reden Sie weiter.“

„Alſp da wir auf dieſem Boden ſtehen, ſo will auch ich Ihnen ſehr bündig erklären, welchen Entſchluß ich gefaßt habe. Da ich einige Zeit bedurft habe, um ihn zur Ausführung reif werden zu laſſen, ſo habe ich Ihnen nicht früher davon geſprochen. Denn Sie wiſſen, ich pflege nicht zu ſagen: Das werd' ich thun, — ſondern: Das thu' ich — oder: Das hab' ich gethan.“

„Allerdings,“ ſagte die Fürſtin. „Und das iſt eben die Gewohnheit ſtrafbarer Ungebundenheit, die abgethan werden muß.“

„Alſo,“ fuhr Adriana, ohne auf dieſe Bemerkung zu achten, fort, „alſo hatte ich im Sinn, Sie erſt ſpäter von meinem Entſchluß zu benachrichtigen. Allein ich kann nicht der Luſt widerſtehen, Ihnen denſelben ſchon heute mitzutheilen, ſo ſehr ſchei⸗ nen Sie mir geſtimmt, ihn anzuhören. Doch, Frau Tante, ſprechen Sie gefälligſt zuerſt. Es könnte ſeyn, daß wir uns vollkommen in unſern Abſichten begegneten.“

„So gefallen Sie mir beſſer,“ ſagte die Fürſtin. „Ich finde wenigſtens an Ihnen den Muth Ihres Stolzes und Ihrer Verachtung jeder Autorität. Sie ſprechen von Verwegenheit? Die Ihrige iſt groß.“

„Wenigſtens bin ich feſt entſchloſſen, das zu thun, was Andere aus Schwäche nicht wagen würden. Ich werd' es wagen. Das iſt, denk' ich, bündig.“

„Sehr bündig,“ ſagte die Fürſtin, einen zufriedenen Blick des Verſtändniſſes mit den Zuhörern wechſelnd. „Wenn die Stellungen ſo klar bezeichnet ſind, ſo iſt die Sache ſehr ver⸗ einfacht. Ich muß Ihnen nur wohlmeinend bemerken, daß die Sache ſehr ernſt iſt, ernſter, als Sie glauben und daß Sie nur ein Mittel haben, mich zur Nachſicht zu ſtimmen, nämlich: an die Stelle der Anmaßung und des Spottes in 3 Ihrer Sprache die einem Mädchen gebührende Beſcheidenheit und Ehrerbietung zu ſetzen.“

Adriana lächelte, ohne zu antworten. Einige Augenblicke

riethen, da

drei Freunden gewechſelte Blicke ver