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Zügen liegenden Menſchen Alles zu erlangen — nicht für ſich (denn das verbieten die Geſetze), ſondern für Dritte, welche mehr oder weniger zu der nützlichen Klaſſe der Stroh⸗ männer gehören.
Alſo Doctor Baleinier war eins der thätigſten und werth⸗ zi vollſten Ehrenmitglieder der Congregation zu Paris. Als er § eintrat, ſchritt er auf die Fürſtin zu und küßte ihr höchſt ga⸗
5 lant die Hand. „Stets pünktlich, mein lieber Herr Doetor,“ ſagte die Fürſtin
„Stets glücklich, ſtets eifrig, Ihrem Befehl nachzukommen, Frau Fürſtin,“ erwiederte der Arzt. Dann wandte er ſich zum Marquis, drückte ihm herzlich die Hand und ſagte: „End⸗
N lich ſind Sie wieder da. Drei Monate — das iſt lang für
Ihre Freunde.“
„Die Zeit iſt eben ſo lang für die, welche verreiſ't, wie
für die, welche zurückgeblieben ſind. Endlich iſt der große
Tag erſchienen. Fräulein von Cardoville ſoll kommen.“
„Ich bin nicht ohne Beſorgniſſe,“ ſagte die Fürſtin. „Wenn ſie Argwohn hätte?“
1* „Das iſt unmöglich,“ erwiederte Baleinier. „Wir ſind die beſten Freunde von der Welt. Sie wiſſen, daß Adriana ſtets auf vertrautem Fuß mit mir geſtanden hat. Noch vorgeſtern haben wir viel gelacht. Als ich ihr nach meiner Gewohnheit Bemerkungen über ihre mindeſtens exeentriſche Lebensweiſe machte und über die ſeltſame Exaltation der Ideen, welche
3 ich zuweilen bei ihr fand — —“ —
„Der Herr Doctor verſäumt nie, dieſe ſcheinbar unbedeu⸗ tenden Umſtände hervorzuheben,“ unterbrach die Fürſtin mit einem bedeutungsvollen Blick gegen den Marquis.
„Und das iſt in der That ſehr wichtig,“ bemerkte dieſer. „Fräulein Adriana,“ fuhr der Doctor fort, „erwiederte ² meine Bemerkungen mit luſtigen, höchſt witzigen Spöttereien 3. über mich; denn, offen geſtanden, dies Mädchen iſt ſo geiſt⸗ reich, wie ich wenige kenne.“ S
„Doctor, Doctor! Nur keine Schwäche! Fürſtin. Der Doctor erwiederte vorerſt nichts au ſondern zog aus ſeiner Weſtentaſche ſeine Doſ⸗


