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Drittes Kapitel. Die Feinde Adriana's.
Der Kammerdiener der Fürſtin von St. Dizier kam bald zurück in den Saal mit einem blaſſen, ſchwarzgekleideten, be⸗ brillten Männchen, das unter dem linken Arm ein langes Etui von ſchwarzem Saffian trug. Zu dieſem Männchen ſprach die Fürſtin: „Der Herr Abbé hat Ihnen geſagt, was zu thun iſt?“
„Ja, Madame,“ flötete das Männlein mit einem Vogel⸗ ſtimmchen, indem es ſich tief verbeugte.
Die Fürſtin führte den Ankömmling in ein Nebenzimmer, welches nur durch einen Vorhang von dem Saal getrennt war fragte ihn: „Wird dies ein paſſender Platz für Sie ſeyn?“
Sehr paſſend, Frau Fürſtin,“ antwortete der Bebrillte, abermals mit einem tiefen Bückling.
„Gut, ſo bleiben Sie hier. Ich werde Sie benachrichtigen, wenn es Zeit iſt.“
„Ich werde Ihre Befehle erwarten, Frau Fürſtin,“ erwie⸗ derte das Männchen.
Der Marquis trat an den offenen Vorhang und ſagte: Erinnern Sie ſich wohl meiner Anweiſungen?“
„Der Herr Abbé kann außer Sorgen ſeyn,“ ſagte der Kleine.
Während der letzten Worte machte Herr von Aigrigny die Bänder des Vorhangs los, der aus ſchwerem Stoff beſtand. Dieſer fiel herab und verbarg vollkommen den Brillenmann.
Die Fürſtin klingelte. Nach einigen Augenblicken öffnete ſich die Thür, und es ward Doctor Baleinier angemeldet, eine der wichtigen Perſonen der Geſchichte.
Doctor Baleinier war etwa fünfzig Jahr alt, war mittel⸗ groß, wohlbeleibt, und hatte ein rundes, glänzendes Geſicht, dem es nicht an Farbe fehlte. Seine grauen, ſchlichten, lan⸗
gen, in der Mitte geſcheitelten, Haare lagen glatt an auf ei⸗
nen Schläfen. Er hatte die Mode der kurzen,
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