Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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varf doch die Rede vom Handeln, heute ſchon, — denn es wird ſie anfangs erſchrecken — nicht eher ſeyn, als nach un⸗ ſerer Unterredung mit Ihrer Nichte. Trotz ihrer Schlauheit werden wir leicht ſehen, woran wir ſind. Wenn unſer Arg⸗ wohn ſich beſtätigt, wenn ſie jene für uns ſo gefährliche Kenntniß hat, dann keine Schonung und keine Zögerung. Es darf nichts verſchoben werden.“

Es trat ein Augenblick des Schweigens ein. Dann fragte die Fürſtin: „Haben Sie den bewußten Mann benachrichtigen können?“

„Er ſoll hier ſeyn — um Mittag. Er kann nicht aus⸗

bleiben.“

„Ich habe gedacht, wir befänden uns hier ganz bequem

für unſer Vorhaben. Dies Gemach iſt von dem kleinen Saal nur duich einen Vorhang getrennt. Man läßt ihn herab, und Ihr Mann ſellt ſich darhinter.“

„Vortrefflich!“ ſagte der Marquis.

„Es iſt doch ein zuverläſſiger Mann?“

„Sehr zuverläſſig. Wir haben ihn ſchon vft in ähnlichen Fällen verwendet. Er iſt eben ſo gewandt wie ſchweigſam.“

In dieſem Augenblick klopfte es leiſe an der Thür.

„Herein!“ rief die Fürſtin. Ein Kammerdiener erſchien und ſagte: „Herr Doctor Baleinier läßt fragen, ob die Frau Für⸗ ſtin ihn empfangen kann?“

„Allerdings,“ erwiederte Frau von St. Dizier. „Laßt ihn eintreten.“

Weiter ſagte der Kammerdiener: „Es iſt auch ein Herr da, den der Herr Abbé auf Mittag hierher beſtellt hat. Ich habe ihn nach dem Befehl des Herrn Abbé ins Betzimmer gewieſen, daß er dort warte.“

„Das iſt der bewußte Mann,“ ſagte der Marquis zur Für⸗

ſtin. „Wir ſollten ihn zuerſt hereinkommen laſſen. Doctor Baleinier braucht ihn vorläufig nicht zu ſehen.“

„Führt erſt den Mann herein,“ ſagte die Fürſtin. „Und dann, wenn ich ſchelle, bittet den Herrn Doctor einzutreten. Sollte Herr Baron Tripeaud kommen, ſo führt ihn ebenfalls hierher. Und dann bleibt meine Thür verſchloſſen, außer für Fräulein Adriana.“

Der Kammerdiener ging hinaus.

neeenbeen .

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