Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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als den nothwendigen Rahmen zu ihren Lüſten und zu ihren unverſchämten Liebeleien betrachtet.“

In dem Ausdruck dieſer Worte lag ſo viel Härte, in den Mienen der Redenden ein ſo boshafter Neid, daß das bittere Gefühl der Sehnſucht nach dem Vergangenen unverkennbar war. „Nein!“ fuhr ſie fort. „Dank Ihnen, Friedrich, hab' ich nach einem letzten glanzvollen Triumph für immer mit dieſer Welt gebrochen, die mich bald verlaſſen haben würde, mich, die ich ſo lange ihr Abgott und ihre Königin geweſen bin. Ich habe mein Königreich vertanſcht. Statt von lüder⸗ lichen Menſchen, die ich durch einen dem ihrigen überlegenen Leichtſinn beherrſchte, ſehe ich mich von bedeutenden, gefürch⸗ teten, mächtigen Perſonen umgeben, von denen mehre das Reich regiert haben. Ich habe mich ihnen ergeben, wie ſie ſich mir. Seitdem erſt ſchmecke ich das Glück, von dem ich ſtets geträumt hatte. Ich habe großen Einfluß in den wich⸗ tigſten Welthändeln gehabt, ich bin in die folgeſchwerſten Ge⸗ heimniſſe eingeweiht geweſen, ich habe ſicher Den treffen kön⸗ nen, der mich verhöhnt oder gehaßt hatte, ich habe weit über ihre Hoffnungen hinaus diejenigen erheben können, welche mir dienten, mich achteten und mir gehorchten.“

„Und es gibt Narren,“ ſagte verachtungsvoll der Marquis, es gibt Blinde, die uns zu Boden geſchlagen wähnen, weil wir gegen einige böſe Tage anzukämpfen haben. Als ob un⸗

ſer Srden nicht gerade zum Kampf gegründet und eingerichtet wäre! Als ob wir nicht im Kampf neue Kraft und Thätig⸗

Skeit gewännen! Freilich ſind die Zeiten ſchlimm; aber ſie

werden beſſer werden Sie wiſſen ja, es iſt faſt gewiß, daß wir in einigen Tagen, am 13. Februar, die Verfügung über ein Mittel erlangen werden, welches hinreicht, unſeren, einen Augenblick erſchütterten Einfluß wiederherzuſtellen.“ „Ja, gewiß. Die Medaillenangelegenheit iſt wichtig““ „Nur deßwegen hab' ich meine Rückkehr ſo ſehr beeilt, um bei der Begebenheit zugegen zu ſeyn, welche für uns ſo wich⸗ tig werden kann.“ „Sie haben — — die ſchlimme Fügung erfahren, welche

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faſt wieder ſo viele mühſam entworfene Pläne zerſtört hätte.“ „Ja. Eben bei meiner Ankunft hab' ich mit Rodin ge⸗

ſprochen.“