Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
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Oberſten, Generaleinnehmer, Deputirte, Akademiker, Biſchöfe, Pairs von Frankreich gemacht. Und zum Lohn für die mäch iige Unterſtützung, die man ihnen gewährte, verlangte man nichts weiter, als daß ſie äußerlich die Frommen ſpielten, und allem, was gottlos und revolutivnär ſey, einen Krieg auf Leben und Tod ſchwüren, vornehmlich aber, daß ſie mit dem Abbé von Aigrigny über verſchiedene Gegenſtände nach ſei⸗ ner Wahl vertraulich correſpondirten, — was übrigens ein angenehmer Zeitvertreib war, denn der Abbé war der lie⸗ benswürdigſte, der geiſtreichſte und beſonders der gefäl⸗ ligſte Mann von der Welt.

Bei dieſer Gelegenheit muß eine hiſtoriſche Thatſache angeführt werden, welche zu der bitteren, ſtrafenden Jronie Moliöres und Pascals noch fehlt. Im letzten Jahr der Re⸗ ſtauration befand ſich unter den Großwürdentaägern des Hofs ein Mann von feſtem unabhängigem Sinn, der, wie die gu⸗ ten Väter ſagten, nicht preticirte, d. h. nicht zum Abend⸗ mahl ging. Da er in ſeiner hohen Stellung nicht unbemerkt bleiben konnte, ſo fürchtete man, dieſe Gleichgültigkeit könnte ein ſchlimmes Beiſpiel geben. Man fertigte den Abbé Mar⸗ quis Aigrigny an ihn ab. Dieſer, welcher den achtungswerthen Charakter des Widerſpänſtigen kannte, ſah wohl, daß es ei⸗ nen trefflichen Effect machen würde, wenn er ihn, gleich⸗ viel durch welches Mittel, zum Practiciren brächte. Als geiſt⸗ reicher Mann, der wußte, mit wem er es zu thun hatte, legte der Abbé kein Gewicht auf das Dogma und auf die religiöſe Handlung an ſich und ſprach bloß von Schicklichkeit und von dem heilſamen Beiſpiel, welches ein ſolcher Entſchluß dem Publicum geben würde. „Herr Abbé,“ ſagte der Hofmann, „ich achte die Religion mehr als Sie Selber. Ich würde es für eine ſchändliche Gaukelei halten, ohne Ueberzeugung zum Abendmahl zu gehen.“ — „Gehn Sie doch, Sie ſtarrer Meiſh, Sie finſterer Alceſt!“ ſagte der Abbé Marquis mit einem feinen Lächeln. „Man wird Ihre Bedenklichkeiten mit dem Vortheil, den Sie haben ſollen, in Einklang bringen. Man wird Ihnen eine Scheincommunion veranſtalten. Denn was verlangen wir am Ende? Den Schein.“ (Eine Scheincommunion wird mit einer ungeweihten Hoſtie gehal⸗ en) Der Hoſmann wies den Antrag des Abbé Marquis