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und Feigheit begangen.“ Und dieſer Mann ſprach aufrichtig. Aker die Fürſtin hatte nicht mit einem Mal dieſe Wichtig⸗ keit erlangt. Wir müſſen ein paar Worte ſagen, um ver⸗ 4 ſchiedene Abſchnitte des Lebens dieſes gefährlichen, unver⸗ t ſöhnlichen Weibes ins Licht zu ſetzen, welches durch ſeine Affi⸗ liation mit dem Orden eine geheime furchtbare Macht er⸗ 6 langt hatte. Denn es gibt noch etwas bedrohlicheres als ein 3 Jeſuit, und das iſt eine Jeſuitin. Wer in gewiſſen Sphä⸗ ren iet hat, der weiß, daß es leider viele ſolcher weibli⸗ en ffiliirten von mehr oder minder kurzem Kleid gibt *). Die Frau von St. Dizier war einſt ſehr ſchön und in den letzten Jahren des Kaiſerreichs, ſo wie in den erſten der Reſtauration eine er gefeiertſten Frauen zu Paris geweſen. Mit ihrem unru⸗ higen, iicen, herriſchen Sinn, mit kaltem Herzen und glühender Einbildungskraft war ſie eine Buhlſchweſter geweſen, nicht auf Antrieb des Herzens, ſondern aus Liebe zu heim⸗ lichem, liſtigem Getreibe, welches ſie liebte, wie Männer das Spiel lieben, weil es das Gemüth aufregt. Die Verblendung oder Sorgloſigkeit ihres Gemahls, des Fürſten von St. Di⸗ zier (älteren Bruders des Grafen von Rennepont, Herzogs von Cardoville) war ſo groß geweſen, daß derſelbe in ſeinem Leben kein Wort fallen ließ, welches die Meinung begründen konnte, daß er die Abenteuer ſeiner Frau vermuthete. Da ſie demnach wohl nicht Schwierigkeiten genug bei ihren — überhaupt unter dem Kaiſerreich ſo Feichteb — Buhlſchaften fand, glaubte die Fürſtin, ohne der Gglanterie zu entſagen, derſelben einen ſchärferen Reiz geben zu können, wenn ſie dieſelbe mit einigen politiſchen Ränken verſetzte.
feig bin, zum erſten Mal in meinem Leben eine Albernheit —
Sich an Napolevn wagen, eine Mine unter den Füßen des Koloſſes graben, das verſprach doch wohl Gemüthsaufregungen,
welche den begehrlichſten Sinn befriedigen konnten. Eine Zeitlang ging alles vortrefflich. Hübſch und geiſtreich, gewandt und falſch, treulos und verführeriſch, umgeben von Anbetern, die ſie toll machte, während ſie eine Art entſetzlicher Coquetterie varein ſetzte, ſie ihren Kopf in Complotten aufs Spiel
Befanntlich heißen die Laienbrüder des Ordens Jeſuiten in fur⸗ zem Kleid. „


