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ein Fn in daliegt. Dann geht er auf die andere Seite des Schläfers und kitzelt ihn leiſe, als ob er ihn magnetiſirte, ſo daß vieſer ſich unwillkürlich zurückbiegt und am Ende herumwendet. Durch dieſe Wendung kommt das zuſammengelegte Tuch frei hinter den Schläfer zu liegen, und der Bheel kann es wegnehmen. Wacht der Schläfer auf und greift nach dem Dieb, ſo faßt er einen glatten Körper, der ihm wie ein Aal entſchlüpft. Und wehe ihm, wenn es ihm gelingt, den Dieb feſtzuhalten. Der Dolch deſſelben durchbohrt ſein Herz und der Mörder verſchwindet.“
Der Graf Eduard von Warren ſagt in ſeinem Werk über In⸗ dien (LIndie anglaise en 1831. 2 vol. Paris 1844) unter andern Fol⸗ gendes: „Außer den Räubern, welche morden, um Beute zu machen, gibt es eine Gattung von Mördern, die eine gegliederte Geſellſchaft bilden. Dieſe Geſellſchaft hat ihre Häupter, eine Wiſſenſchaft, eine Freimaurerei und ſogar eine Religion, welche Fanatismus und Hin⸗ gebung einflößt, welche ihre Sendlinge ausſchickt und ſich theils auf kämpfende Schaaren ſtützt, theils auf friedliche Mitarbeiter, die mit ihrem Geld zum guten Werk beitragen. Das iſt die Geſellſchaft der Thugs oder Phanſegars (Berücker oder Würger von lhugna, berücken, und phansna, erdroſſeln). Der Urſprung dieſer Geſellſchaft verliert ſich ins graue Alterthum. Bis zum J 1810 war ihr Daſeyn nicht bloß den europäiſchen Eroberern, ſondern ſogar den einheimiſchen Re⸗ girungen unbekannt. In dem Zeitraum zwiſchen 1816 und 1830 wa⸗ ren mehre ihrer Banden auf der That ertappt und beſtraft worden. Allein die Berichte, welche während dieſer Zeit erfahrne Beamte in Betreff derſelben erſtatteten, ſchienen dem Publikum ſo monſtrös, daß es keinen Werth auf dieſelben legte und ſie als Träume einer tollen Einbildungskraft zurückwies. Niemand wollte glauben, daß dieſer Krebsſchaden ſeit vielen Jahren (wenigſtens ſeit einem halben Jahr⸗ an der Bevölkerung Indien's genagt hatte, vom Fuß des
Simalahn bis zum Cap Comorin, und von Cutſch bis Aſſam Im 8. 1830 aber enthüllte ein berühmter Häuptling, welchem das Leben ward unter der Fſunz daß er ſeine an⸗


