Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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darbringt, der wird in jener Welt belohnt mit geiſtigen und ſinnlichen

Genüſſen, mit ewig ſchönen Frauen und ſtets neuen Vergnügungen. Er beſteigt das Schafott mit der Begeiſterung eines Märtyrers, dem vie Palme winkt. Seiner Göttin gehorſam, mordet er ohne Zorn und ohne Bedauern den Greis, das Weib und das Kind. Gegen ſeine Glaubensgenoſſen iſt er liebreich, theilt ſeine Habe mit ihnen und opfert ſich für ſie, weil ſie gleich ihm Diener und Kinder Bohwanie's ſind. Sein Zweck iſt Verminderung des Menſchengeſchlechts, ſo weit es nicht zu ſeiner Geſellſchaft gehört. Wenn er beim Mord raubt, ſo iſt das nur Nebenſache. Umbringen iſt ſein himmliſcher Beruf. Die luſtigſte Jagd iſt ihm die Menſchenjagd. Einen von ihnen, der verur⸗ theilt war, habe ich ſagen hören: „Ihr findet ein großes Vergnügen daran, das Wild in ſeine Höhle zu verfolgen, den Keuler und den Tiger anzugreifen, weil dabei Gefahren zu beſtehen, Kraft und Muth zu entwickeln ſind. Dieſer Reiz iſt doppelt im Kampf mit dem Men⸗

Ueberredungskunſt. Alle Springfedern müſſen in Bewegung geſetzt, alle Leidenſchaften, ſelbſt die Gefühle der Liebe und Freundſchaft müſſen angeregt werden, um die Beute ins Netz zu locken. Das iſt eine

göttliche Jagd! 2 . Wer in den Jahren 1831 und 1832 in Indien geweſen iſt, wird ſich des Entſetzens erinnern, welches die Enideckung dieſer großen Höllenmaſchine in der ganzen Geſellſchaft verbreitete. Viele Richter und Vorſteher von Provinzen wollten nicht daran glauben, weil ſie

ſich zu verrathen.

³) Bekanntlich iſt die Lehre vom unbedingten, leidenden Gehorſam, auf welcher die Geſellſchaft Jeſu hauptſächlich beruht, zuſammenge⸗ faßt in den Worten des ſterbenden Loyola: „Jedes Mitglied des Or⸗

(perinde ac cadaver).

zzwei oder drei Jahren von einem jener muthvollen Wiſſionäre dem Sohn armer Bauersleute in der Beauce, aus Japan an ſeine Mutter

nicht begreifen konnten, daß ein ſo weit verbreitetes Unweſen ſo lange

unter ihren Augen im Geſellſchaftskörper gewüthet haben ſollte, ohne

dens ſoll in den Händen ſeines Oberen ſeyn, wie eine Leiche

*) Wir denken immer noch mit Rührung an den Schluß eines, vor

ſchen. Hier gilt es nicht bloß Muth, ſondern ſchlaue Berechnung und

geſchriebenen Briefes: „Lebt wohl, liebe Mutter! Man ſagt es