Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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len eycentriſch! — Laß ſehen, ob der arme Dupont mir den Namen dieſes ſchönen Prinzen ſchreibt.“ „Sie werden ohne Zweifel die Freiheit, welche wir „ uns genommen haben, entſchuldigen. Wir würden uns ſehr eigennützig vorgekommen ſeyn, wenn wir Ihnen bloß von unſerer Noth geſprochen hätten, während wir bei uns einen wackeren Königsſohn haben, der, wie es ſcheint, ebenfalls ſehr zu beklagen iſt. Ich bin alt und „ habe Menſchenkenntniß. Schon auf den bloßen Anblick ſeines edlen und ſanften Geſichts hin möchte ich ſchwö⸗ ren, daß er Ihrer Theilnohme würdig iſt. Es würde ℳ genügen, ihm eine kleine Summe Geldes zu ſchicken, da⸗ mit er ſich europäiſche Kleider kaufen kann, denn ſeine indiſchen Kleider hat er beim Schiffbruch verloren.“ „Himmel! europäiſche Kleider!“ rief Adriana lachend. „Ar⸗ mer junger Prinz! Der Himmel ſoll mich und dich davor bewahren. Der Zufoll ſchickt mir aus dem fernen Indien einen Sterblichen, welcher ſich des Glücks rühmen kann, nie die abſcheuliche europäiſche Tracht auf dem Leib gehabt zu haben, dieſe garſtigen Fräcke, dieſe ſcheußlichen Hüte, welche die Männer ſo lächerlich und häßlich machen, daß wahrlich keine Tugend dazu gehört, ſie nicht verführeriſch zu finden⸗ Endlich kommt mir ein ſchöner junger Prinz aus dem Mor⸗ genland, wo die Männer ſich in Seide, Muslin und Kaſchmir kleiden. Dieſe Gelegenheit werd' ich nicht verſäumen, mich eeernſtlich in Verſuchung führen zu laſſen .. Alſo keine euro⸗ päiſchen Kleider, was auch der arme Dupont ſagen mag! Aber der Name, der Name dieſes lieben Prinzen! Wie ſon⸗ derbar müßte es ſich gefügt haben, wenn dies der Vetter von jenſeits des Ganges wäre! Ich habe als Kind ſo viel Gu⸗ tes von ſeinem Vater gehört, daß es mir Freude machen würde, ihn wohl zu empfangen.“ Sie las weiter: — „Wenn Sie außerdem die Güte haben wollten, ihm und ſeinem Landsmann Mittel zur Reiſe nach Paris zu verſchaffen, ſo würden Sie dem in ſo großer Noth be⸗ 3 findlichen Prinzen einen großen Dienſt erweiſen. Ich kenne Ihr Zartgefühl hinlänglich, um zu vermuthen, daß Sie dem Prinzen dieſe Unterſtützung ſenden werden, ohne ſich zu erkennen zu geben. Für dieſen Fall rechnen