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„Das Fräulein? — — Das Fräulein haben Sie eben ge⸗ ſehen Ha ha! ha! Ah! jeßt verſteh' ich. Sie wollen meine wahre Geſchichte vom Miethkütſchlein geſtern Abend überbie⸗ ten. Das iſt pfiffig.“ „Ich wiederhole Ihnen, dieſen Augenblick hab' ich geſe⸗ —
3 „Wenn das Ernſt ſeyn ſoll, dann ſind Sie verrückt.“ . „Ich bin verrückt, weil ich gute Augen habe. Das Thür⸗ chen nach der Straße führt in die Kreuzgruppe vor dem Pa⸗
men ſeyn. Ei Du grundgütiger Gott! Es iſt um in die Erde zu ſinken! Was wird die Fürſtin ſagen? Ihre Ahnun⸗ . gen haben ſie nicht getäuſcht. Da ſieht man, wohin ihre Nachſicht gegen die Launen ihrer Nichte ſie geführt haben! Das iſt entſetzlich! — ſo entſetzlich, daß ich es noch nicht glauben kann, obwohl ich es mit meinen eigenen Augen ge⸗ ſehen habe!“
„Nun, wenn dem ſo iſt, ſo dringe ich jetzt darauf, Sie zu dem Fräulein zu führen, um Sie zu überzeugen, daß Sie ein Traumgeſicht gehabt haben.“
„O, Sie ſind ſchlau, mein Herzchen, aber nicht ſchlauer als ich. Jetzt fordern Sie mich auf, hineinzugehen. Ganz natür⸗ lich! Sie wiſſen, daß ich ſie jetzt zu Hauſe treffe.“
„Madame, ich verſichere Sie —“
„Ich verſichere Sie, daß Sie und Florine und Hebe keine vierundzwanzig Stunden mehr im Haus bleiben. Die Für⸗ ſtin wird einem ſo ſcandalöſen Unfug ein Ende machen. Den
hier vorgeht. Bei Nacht ausgehen! Ei Du grundgütiger Gott! Um acht Uhr Morgens wiederkommen! — Nein! ich bin ganz auseinander! Nein! wenn ich's nicht geſehen, wenn ich's nicht mit meinen eigenen Augen geſehen hätte — könnte ich es nicht glauben! — Aber konnte es anders kommen? Darf man ſich darüber wundern? Nein, wahrhaftig nicht!
zu verwundern. Ach! welcher Schmerz für dieſe verehrungs⸗ würdige Fürſtin! Welch' entſetzlicher Schlag für ſie“ Alſo ſprechend wandte Frau Grivvis ſich um nach dem gro⸗ ßen Hötel, begleitet vvn Monſieur, der eben ſo erzürnt zu 10* .
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villon; durch dies Thürchen muß das Fräulein hereingekom⸗
Augenblick geh' ich zu ihr und unterrichte ſie von dem, was
und alle, denen ich es erzähle, werden ſagen: Das iſt nicht


