das. Wer hat Dich ſo verwundet?“ Er faßte die Hand des
hatte eine Miſſionsreiſe in das Felſengebirg unternommen, und die
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„Wahrhaftig! Was iſt denn das für eine Wunde auf Dei⸗ ner Stirn?“ fragte auch Dagobert, welcher die Narbe wäh⸗ rend ſeiner kurzen Unterredung auf dem Schloß Cardoville nicht bemerkt hatte.
„Und an den Händen? Sieh' einmal Vater!“ rief Agricola, die Hand ergreifend, welche der Prieſter, wie um ihn zu beruhigen, gegen ihn ausſtreckte.
„Gabriel, wackeres Kind!“ ſagte Dagobert, „erklär' uns
Prieſters, und, indem er die Wunde gleichſam mit einem Kennerblick prüfte, bemerkte er: „In Spanien wurde einer meiner Kameraden von einem Kreuz am Weg abgenommen, an welches die Mönche ihn genagelt hatten, um ihn vor Hun⸗ ger und Durſt umkommen zu kaſſen. Seitdem hat er eben ſolche Narben gehabt, wie dieſe.“
„Mein Vater hat Recht,“ ſagte Agricola, ſchmerzlich ergrif⸗ fen. „Man ſieht, Deine Hände ſind durchbohrt. Armer Bruder!“
„Achtet doch darauf nicht!“ erwiederte Gabriel verlegen. „Ich
dortigen Wilden haben mich gekreuzigt. Sie begannen mich zu ſcal⸗ piren, als die Vorſehung mich aus ihren Händen rettete.“
„Unglückliches Kind!“ rief Dagobert. „Warſt Du denn ohne Waffen? Hatteſt Du denn keine hinreichende Bedeckung?“
Sanft lächelnd erwiederte Gabriel: „Wir können keine Waf⸗ fen führen und haben nie eine Bedeckung.“
„Und warum haben Deine Kameraden, Deine Begleiter Dich nicht vertheidigt?“ fragte Agricola. „Ich war allein, Bruder.“
„Allein?“
„Ja, allein mit einem Führer.“
„Wie?“ rief Dagobert, der ſeinen Ohren nicht traute. „Du biſt allein und unbewaffnet in dies wilde Land gegangen?“ „Der Glaube kann nicht aufgezwungen werden,“ antwortete 4 Gabriel, „Nur die Ueberredung kann die evangeliſche Milde † unter jenen armen Menſchen verbreiten.“
„Aber, wenn die Ueberredung erfolglos bleibt?“ fragte Agricola. „Dann ſtirbt man für ſeinen Glauben und beklagt die, welche ihn, dieſe Wohlthat für die Menſchheit, zurückſtoßen.“


