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„Er?“ erwiederte Agricola. „Es gibt keinen beſſeren, bil⸗ ligeren, edleren Mann, als ihn. O, wenn Du wüßteſt, welche Wunder er in ſeiner Fabrik gewirkt hat. Im Vergleich mit den andern iſt ſie ein Paradies inmitten der Hölle.“
„Wirklich?“
„Du wirſt ſehen, welches Wohlſeyn, welche Luſt, welche Liebe auf den Geſichtern aller Leute, die er beſchäftigt, aus⸗ gedrückt iſt, und wie man mit Freude und Eifer bei ihm arbeitet!“
„Das muß ja ein Hexrenmeiſter ſeyn, Dein Herr Hardy!“
„Ein großer Zanberer, lieber Vater. Er weiß die Arbeit anziehend zu machen; daher die Luſt und Freude. Außer einem billigen Lohn, gibt er uns noch einen Antheil am Ge⸗ winn, je nach unſerer Fähigkeit; daher der Eifer. Und das iſt noch nicht Alles. Er hat große, ſchöne Gebäude errichtet, in 8 welchen die Arbeiter wohlfeiler, als anderwärts, freundliche und luftige Wohnungen finden und alle Annehmlichkeiten des Zu⸗ ſammenlebens genießen. Aber, wie geſagt, Du wirſt ſehen.“
„Man hat Recht, Paris die Stadt der Wunder zu nennen. Endlich bin ich da, um Dich nicht mehr zu verlaſſen und auch die gute Mutter nicht.“
Agricola unterdrückte einen Seufzer und ſagte: „Nein, Vater! wir werden uns nicht mehr verlaſſen. Ich und die Mutter werden ſuchen, Dich Deine Leiden vergeſſen zu machen.“ t
„Leiden!“ wiederholte der Alte. „Wer zum Teufel hat denn gelitten? Sieh' mich einmalordentlich an! Seh' ich denn leidend aus? Sapperment! ſeitdem ich den Fuß hieher geſetzt habe, fühl' ich mich verjüngt. Du ſollſt mich gleich marſchi⸗ ren ſehen. Ich wette, ich mache Dich müde. Nicht wahr, Du 3 putzeſt Dich heraus, und da ſollen die Leute einmal Augen machen, wenn ſie uns ſehen. Ich wette, wenn ſie Deinen ſchwarzen und meinen grauen Bart ſehen, werden ſie ſagen: „ „Das iſt Vater und Sohn.“ Jetzt wollen wir den Plan 2 1 zu unſerm Tagwerk machen. Du ſchreibſt dem Vater des
WMarſchalls Simon, daß ſeine Enkelinnen angekommen ſind, und daß er ſchnell nach Paris kommen ſolle, denn es handle 1 ſich um Angelegenheiten, die für ſie ſehr wichtig ſeyen. Wäh⸗ rend Du ſchreibſt, gehe ich hinunter und ſage meiner Frau
und meinen Kleinen guten Morgen. Dann wir et⸗


