Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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. „Danke vielmals, Herr Dupont. In einer Stunde reiſe ich wieder ab.“

Während Dupont las, warf Rodin einenprüfenden Blick auf das Innere des Zimmers. Als ein Mann, der die Welt kannte, machte er oft ſehr treffende und nützliche Schlüſſe aus gewiſ⸗ ſen Aeußerlichkeiten, die oft eine Liebhaberei, eine Gewohn⸗ heit verrathen und ſo einen bezeichnenden Begriff geben.

. Diesmal jedoch führte ſeine Neugier zu nichts.

Nachdem der Verwalter geleſen hatte, ſagte er: „Gut, Herr Rodin. Der Herr Intendant empfiehlt mir von Neuem, ganz Ihren Befehlen nachzukommen.“ 8 6 „Sie beſchränken ſich auf Weniges. Ich werde Sie nicht lange ſtören.“

„Herr Rodin, es iſt eine Ehre für mich — —“

„Lieber Himmel! ich weiß, wie ſehr Sie in Anſpruch ge⸗ nommen ſind. Wenn man hier ins Schloß kommt, iſt man überraſcht von der Ordnung, welche hier herrſcht, und von der Art, wie Alles im Stand gehalten iſt. Das beweiſt, welch ein trefflicher Verwalter Sie ſind.“

„Herr Rodin, Sie ſchmeicheln mir.“

„Ihnen ſchmeicheln? Daran kann ein alter armer Mann nicht wohl denken. Doch auf'unſere Sache zu kommen — es iſt hier ein Zimmer, welches das grüne Zimmer heißt?“

„Ja, Herr Rodin. Das Zimmer, welches dem verſtorbenen Herzog von Cardoville als Arbeitszimmer diente.“

„Sie werden die Güte haͤben, mich hineinzuführen.“

„Leider iſt das unmöglich,Herr Rodin. Nach dem Tod des Herzogs und nach Abnahme der Siegel, ſind in einem Kaſten in dieſem Zimmer, viele Papiere eingeſchloſſen worden, und die mitden Geſchäften betrauten Leute haben die Schlüſſel mit nach Paris genommen.“

„Hier ſind dieſe Schlüſſel,“ ſagte Rodin, indem er dem Ver⸗ walter einen großen und einen kleinen Schlüſſel aneinander⸗ gebunden, zeigte.

„Ah! Herr Rodin, das iſt etwas anders. Sie wollen Pa⸗ piere holen?“

„Ja, gewiſſe Papiere und ein Käſtchen von weſtindiſchem Holz mik ſilbernen Schließen. Kennen Sie es?“ Ja, Herr Rodin. Ich habe es oft aufdem Arbeitstiſch