wie der Neger ſagt, nicht das Zeichen auf dem Arm tragen (was wir ſogleich ſehen werden,) und wenn Sie Ihre An⸗ weſenheit hier genügend erklären, ſo können Sie in zwei Stunden frei ſeyn.“
„Du verſtehſt mich falſch!“ rief der Neger. „Prinz Dſchal⸗ ma iſt einer der Unſeren, denn er trägt auf dem linken Arm den Namen Bohwanie.“
„Ja, er iſt gleich uns ein Sohn des guten Werks,“ ſagte der Malaie.
„Er iſt Phanſegar, wie wir,“ fügte der Hindu hinzu. Die drei Würger, beleidigt durch den Abſcheu, den Dſchalma vor ihnen zu erkennen gegeben hatte, machten ſich ein Vergnügen daraus, die Meinung zu erwecken, daß der Sohn Kadſcha Sing's zu ihrer Geſellſchaft gehöre, und ſuchten ſich damit ein Anſehen von Wichtigkeit zu geben
„Was haben Sie zu erwiedern?“ fragte der Hauptmann.
Dſchalma zuckte mitleidig die Achſeln, ſtreifte ſeinen linken Aermel auf und zeigte ſeinen Arm. „Welche Frechheit!“ rief der Officier, als er unter dem Armgelenk auf der innern Seite des Vorderarms in rothen indiſchen Schriftzügen deut⸗ lich den Namen Bohwanie erblickte Er eilte zu dem Ma⸗ laien und beſah deſſen Arm, auf welchem er dieſelben Zeichen fand, desgleichen den Arm des Negers und des Hindu. Wü⸗ thend kehrte er zu Dſchalma zurück und rief: „Elender! Du flößeſt noch mehr Abſcheu ein, als Deine Mitſchuldigen! — Soldaten! bindet ihn wie einen niederträchtigen Meuchler, der noch am Rand des Grabes lügt!“
Betäubt und entſetzt betrachtete Dſchalma ſeit einigen Au⸗ genblicken das Unglückszeichen. „Willſt Du noch dies Zeugniß wegleugnen?“ fragte der Offizier.
„Ich kann nicht leugnen, was ich ſehe, — was iſt,“ erwie⸗ derte der Jüngling niedergeſchlagen.
„Endlich geſtehſt Du denn doch, Schuft! — Soldaten! Habt fin znhe auf ihn und auf ſeine Mitſchuldigen. Ihr haftet ür ſie!“
Dſchalma glaubte zu träumen. Ohne Widerſtand ließ er
ſich knebeln und wegführen. Der Offizier ſuchte noch eine
Stunde lang mit einem Theil ſeiner Leute in den Trümmern nach Faringhea. Als alle Bemühungen vergebens waren, kehrte


