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„Die, welche Dich beraubt und gefangen genommen, die, welche Deinen Vater getödet haben, ſind Menſchen. Es gibt außer ihnen Menſchen, an denen Du Dich rächen kannſt. Laß Deinen Haß auf ſie fallen.“
„Biſt Du nicht auch ein Menſch?“ fragte Dſchalma.
„Ich und Die, welche mir gleichen, ſind mehr als Menſchen. Wir ſind im Verhältniß zur übrigen Menſchheit, was die Jäger im Verhältniß zu den wilden Thieren ſind, welche ſie im Wald aufſpüren. Willſt Du ſeyn, wie wir — mehr als ein Menſch? Willſt Du ſicher, reichlich, ungeſtraft den Haß ſättigen, der Dein Herz verzehrt nach dem Uebel, welches man Dir zugefügt hat?“ „Deine Worte werden mir immer unbegreiflicher,“ erwiederte Dſchalma. „Ich trage keinen Haß im Herzen. Wenn ein Feind meiner würdig iſt, ſo bekämpf' ich ihn. Iſt er meiner un⸗
würdig, ſo veracht' ich ihn. Alſo haſſe ich weder die Tapfern, noch die Feigen.“
Während dieſes Geſprächs hatten Dſchalma und der Hin⸗
du ſich allmählig von der Thür entfernt, ſo daß dieſe frei
war. Der Neger ſah zufällig hinaus und rief plötzlich: „Verrath!“ Auf dieſen Ruf, bei welchem der Neger nach dem Eingang deutete, warf Faringhea die Matte weg, fuhr wie ein Tiger empor und war mit einem Sprung aus der Hütte. Ein Halbkreis von Soldaten rückte vorſichtig gegen die Thür. Der Meſtize durchbohrte einen derſelben mit ſeinem Dolch, warf zwei andere über den Haufen und verſchwand in den Trümmern. Alles das war das Werk eines Augenblicks. Als Dſchalma ſich umwandte und hinaus blickte, um zu ſehen, warum der Neger Verrath gerufen hatte, war Faringhea verſchwunden. Ein Theil der Soldaten eilte dem Flüchtlinge nach, die an⸗ deren beſetzten die Thür und ſchlugen auf Dſchalma und auf die drei Würger an. Der Neger, der Hindu und der Malaie erkannten die Unmöglichkeit eines Widerſtandes. Sie wech⸗ ſelten einige Worte mit einander und reichten die Hände zum Binden dar. Als ſie gefeſſelt waren, trat der die Soldaten befehligende Hauptmann ein. Mit einem Blick auf Dſchalma fragte er: „Und dieſer da?“ .
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„Einer nach dem Andern, Herr Hauptmann,“ erwiederte der
alte Sergeant. „Wir kommen jetzt an ihn.“
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