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gewandt hatte, um ihn hieher zu locken, und hoffte Zeit zu gewinnen, indem er ihn in ſeinem Irrthum beſtärkte.
„Du kennſt dieſen Franzoſen?“ fragte Dſchalma.
„Er hat uns wie Dich hieher beſtellt,“ antwortete der Hindu.
„Zu welchem Zweck?“ fragte Dſchalma, deſſen Erſtaunen zunahm.
„Wenn er kommt, wirſt Du es erfahren.“
„Es iſt doch der General Simon, der Euch hieher beſtellt hat?“
„Es iſt der General Simon,“ antwortete der Hindu.
Dſchalma zerbrach ſich den Kopf, um ſich dieſe geheimniß⸗ volle Zuſammenkunft zu erklären. Das Schweigen der beiden Andern, die ſich ſtarr einander anſahen, kam ihm verdächtig
vor. Nach einer Weile fragte er wieder mit argwöhniſcher
Miene: „Und wer ſeyd Ihr?“
„Wir ſind für Dich, wenn Du für uns ſeyn willſt,“ ant⸗ wortete der Hindu.
„Ich bedarf Eurer nicht, und Ihr bedürft meiner nicht.“
„Wer weiß!“ erwiederte der Hindu.
„Ich weiß es,“ entgegnete Dſchalma.
„Du irrſt Dich. Die Engländer haben Deinen Vater ge⸗ tödet. Er war König. Man hat Dich gefangen genommen und verbannt. Du haſt nichts mehr.“
Bei dieſer ſchmerzlichen Erinnerung verdüſterten ſich Dſchal⸗ ma's Züge. Er erzitterte, und ein bitteres Lächeln ſpielte
um ſeine Lippen. Der Hindu, welcher dies bemerkte, fuhr
fort: „Dein Vater war gerecht, tapfer, von ſeinen Untertha⸗ nen geliebt. Man nannte ihn den Vater des Hochherzigen, und er verdiente dieſen Namen. Willſt Du ſeinen Tod un⸗ gerächt laſſen? Soll der Grimm, welcher an Deinem Herzen nagt, unfruchtbar ſeyn?“ „Mein Vater,“ antwortete der Königsſohn, „iſt mit den Waffen in der Hand gefallen. Seinen Tod habe ich gerächt an den Engländern, die ich im Kampf getödet habe. Der⸗ jenige, welcher jetzt bei mir die Stelle meines Vaters ver⸗ tritt und der gleichfalls für ihn gefochten, hat mir geſagt, daß es jetzt ſinnlos wäre, mit den Engländern um die Wie⸗ dereroberung meines Landes kämpfen zu wollen. Als ſie mir
die Freiheit gaben, habe ich geſchworen, nie mehr den Fuß nach
Indien zu ſetzen, und ich halte meine Eidſchwüre.“
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