Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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fragte Faringhea. „Er weiß doch, daß nichts ihn vor der Rache der Söhne Bohwanie's ſchützen würde.“

„Hat er uns nicht verſprochen, Dſchalma durch Liſt dieſen Abend zu uns zu bringen?“ fuhr der Hindu fort. „Und iſt Dſchalma einmal bei uns, ſo muß er der Unſere ſeyn.“

„Mahal iſt es, der uns den Plan zur Gewinnung Dſchal⸗ ma's entworfen hat,“ fügte der Meſtize hinzu. „Er hat uns geſagt: Befehlt dem Malaien, ſich in den Ajupa Dſchalma's einzuſchleichen, während dieſer ſchläft, und ſtatt ihn zu töden, ihm den Namen Bohwanie auf den Arm zu zeichnen. Dſchalma, hielt er richtig dafür, wird darnach die Entſchloſſenheit, Gewandtheit und Unterwürfigkeit unſerer Brüder beurtheilen können und begreifen, was man von ſolchen Menſchen hoffen und fürchten darf. Aus Bewunderung oder aus Schrecken wird er alſo der Unſere werden.“

„Wenn er nun aber doch, trotz ſeinen Gründen zum Men⸗ ſchenhaß, ſich weigert, der Unſere zu ſeyn?“ fragte der Neger.

„Alsdann,“ erwiederte Faringhea finſter, „wird Bohwanie über ſein Schickſal entſcheiden. Ich habe meinen Plan.“

„Aber,“ wandte der Neger weiter ein, „wird es dem Ma⸗ laien gelingen, ihn im Schlaf zu überraſchen?“

„Kein Menſch iſt kühner, gewandter, behender, als der Malaie,“ erwiederte Faringhea. „Er hat die Verwegenheit gehabt, einen ſchwarzen ſäugenden Panther in ſeiner Höhle zu überraſchen. Er hat die Alte getödtet und das weibliche Junge mitgenommen und ſpäter einem europäiſchen Schiffs⸗ capitän verkauft.“

Der Hindu horchte auf einen eigenen Schrei, der durch die tiefe nächtliche Stille des Waldes hallte, und rief: „Es iſt dem Malaien gelungen!“

Der Neger horchte gleichfalls und ſagte: „Ja, das iſt der Schrei des Geiers, der ſeine Beute davon trägt. „Das iſt das Zeichen, mit dem unſere Brüder melden, daß ſie ihre Beute erhaſcht haben.“

Es dauerte nicht lange, ſo erſchien der Malaie an der Thür der Hütte. Er war in ein großes Stück geſtreiften Baum⸗ wollenzeugs von lebhaften Farben gehüllt. „Nun?“ fragte der Neger ängſtlich, „iſt es Dir gelungen?“

„Dſchalma,“ antwortete der Malaie ſtolz, „wird ſein Leben⸗