mit dem Gedanken tröſten, daß wir nur darum ſo ſehr auf Erhaltung dieſer irdiſchen Güter ſehen, weil wir da⸗ mit die Ehre Gottes im Auge haben, während in den
Händen unſerer Feinde dieſe Güter nur Mittel des Ver⸗
derbens und des Aergerniſſes ſind.“
„Uebrigens iſt dies ein unmaßgeblicher Vorſchlag, den ich Ihnen unterbreite. Auch wenn ich den erſten Schritt in Betreff jener Guthaben thun könnte, würde ich nichts für mich thun. Ich habe keinen eigenen Willen. Er ge⸗ hört, wie Alles, was ich beſitze, Denen, welchen ich blin⸗ den Gehorſam geſchworen habe.“
So weit hatte Herr Joſua geſchrieben, als er ein Geräuſch im Höfchen vernahm. Er ſtand auf und ging ans Fenſter. Es klopfte drei Mal leiſe an den Laden. „Seyd Ihr es, Mahal?“ flüſterte Joſua.
„Ich bin's,“ ward von außen leiſe geantwortet.
„Und der Malaie?“ fragte Joſua.
„Es iſt ihm gelungen.“
„Wirklich?“ rief Herr van Dael hocherfreut. „Seyd Ihr deſſen gewiß?“
„Ganz gewiß. Es gibt keinen Teufel, der gewandter und unerſchrockener wäre.“
„Und Dſchalma?“
„Die Angaben über den letzten Brief des Generals Simon, die ich ihm machte, haben ihn überzeugt, daß ich vom Gene⸗ ral käme, und daß er ihn in den Trümmern von Tſchandi finden würde“
„Alſo jetzt?“
„Iſt Dſchalma in den Trümmern, wo er den Schwarzen, den Meſtizen und den Hindu finden wird. Dorthin haben ſie den Malaien beſtellt, welcher den ſchlafenden Prinzen tä⸗ towirt hat.“
„Habt Ihr den unterirdiſchen Gang unterſucht?“
„Geſtern war ich dort. Einer der Steine des Fußgeſtells der Bildſäule dreht ſich. Die Treppe iſt breit — hinlänglich.“
„Und die drei Häuptlinge haben keinen Verdacht gegen Euch?“ „Nicht den mindeſten. Heute Morgen habe ich ſie geſehen. Dieſen Abend iſt der Malaie gekommen und hat mir Alles erzählt, ehe er wieder zu ihnen in die Trümmer ging. Den


