„Ehe ich meinen Bericht ſchließen kann, welcher morgen mit dem Ruyter abgeht, (auf dieſem Schiff habe ich für den Fall des Gelingens einen Platz für Mahal genom⸗ men) ſchalte ich einige Worte über eine wichtige Ange⸗ legenheit ein. In meinem letzten Brief, wo ich Ihnen den Tod von Dſchalma's Vater und die Gefangenhaltung des Prinzen durch die Engländer meldete, habe ich mir Auskunft erbeten über die Zahlungsfähigkeit des Herrn Baron Tripeaud, Banquiers und Fabrikanten zu Paris, der zu Calcutta eine Handlung hat. Dieſe Auskunft wird jetzt überflüſſig, wenn das, was ich erfahren, ſich beſtätigt, und es wird nun Ihre Sache ſeyn, den Umſtänden ge⸗ mäß zu handeln. Sein Haus zu Caleutta iſt mir und unſerem Collegium zu Pondichöry bedeutende Summen ſchuldig. Nun heißt es, Herr Tripeaud befinde ſich in ſehr üblen Umſtänden, weil er eine Fabrik habe errichten wollen, deren Concurrenz ein umfangreiches, ſchon längſt beſtehendes Geſchäft eines ausgezeichneten Induſtriellen Franz Hardy zu Grund richten ſollte. Man verſichert mich, daß Herr Tripeaud bei dieſem Unternehmen große Capitalien verloren hat. Er hat ohne Zweifel dem Herrn Hardy viel geſchadet, aber er ſoll dabei ſein eignes Ver⸗ mögen in große Gefahr gebracht haben. Wenn er fallirt, ſo wird uns ein verderblicher Schlag treffen; denn er iſt mir und den Unſrigen viel ſchuldig.“
„Unter dieſen Umſtänden wäre es zu wünſchen, daß durch die gewaltigen Mittel jeder Art, welche zu Gebote ſtehen, das Haus des Herrn Franz Hardy um ſeinen Credit gebracht und geſtürzt würde. Erſchüttert iſt es ſchon durch die Concurrenz Tripeaud's. Gelänge es, ſo würde dieſer ſehr bald Alles wiedergewinnen, was er ver⸗ loren hat. Der Sturz ſeines Nebenbuhlers würde ſeinen Wohlſtand ſichern und unſer Guthaben wäre gedeckt. Ge⸗ wiß wäre es traurig, wenn wir zu dieſem äußerſten Mit⸗ tel greifen müßten, um zu unſerem Gelde zu kommen. Aber darf man in unſeren Tagen nicht zuweilen die Mit⸗ tel anwenden, welche fortwährend gegen uns angewandt werden? Wenn man durch die Ungerechtigkeit und Bos⸗ heit der Menſchen dazu genöthigt wird, ſo muß man ſich


