„Ja,“ antwortete Dſchalma. „Aber, wozu dieſe Fragen?“
„Um gewiß zu ſeyn, daß Sie der Sohn von Kadſcha Sing und um die Befehle zu vollziehen, die ich empfangen abe.“
„Von wem?“
„Vom General Simon.“ *
„Wo iſt er?“
„Ich will's Ihnen ſagen, wenn ich den Beweis habe, daß Sie der Prinz Dſchalma ſind. Man hat mir zwar geſagt, daß Sie ein ſchwarzes, rothgezäumtes Pferd ritten; aber —“
„Bei der Seele meiner Mutter! Willſt Du reden?“
„Ich will Ihnen Alles ſagen, wenn Sie mir ſagen können, was für ein gedrucktes Papier in dem letzten Brief lag, wel⸗ chen General Simon Ihnen von Sumatra geſchrieben hat.“
„Es war ein Stück von einer franzöſiſchen Zeitung.“
„Enthielt dieſe Zeitung eine gute oder eine ſchlimme Kunde für den General?“
„Eine gute Nachricht. Es hieß darin, in ſeiner Abweſen⸗ heit ſey der letzte ihm vom Kaiſer verliehene Titel und Rang anerkannt worden, wie dies in Betreff ſeiner übrigen verbann⸗ ten Waffenbrüder geſchehen ſeh
Der Schleichhändler beſann ſich und ſagte dann: „Sie ſind gewiß der Prinz Dſchalma. Ich kann reden. Vergangene Tacht iſt der General auf Java gelandet, aber an einer öden Stelle der Küſte.“
„An einer öden Stelle? Warum das?“
„Weil er ſich verbergen muß“
„Er muß ſich verbergen?“ fragte der Jüngling erſtaunt. „Und warum?“
„Das weiß ich nicht.“ 1
„Aber, wo iſt er?“ fragte Dſchalma bleich vor Beſorgniß.
„Drei Stunden von hier, am Strande, in den Trümmern von Tſchandi.“
„Er! genöthigt, ſich zu verbergen!“ wiederholte Dſchalma erſtaunt und angſtvoll.
„Ich weiß es zwar nicht gewiß,“ ſagte der Schmuggler
geheimnißvoll; „aber ich glaube, ein Zweikampf, den er auf
6 Sumatra gehabt, iſt die Urſache.“ „Ein Zweikampf? Mit wem?“


