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maligen Kaſſirers des Hauſes Heurtier, als Ladendie⸗
nerin in ihrem Lohne zu haben; denn das Amt eines
Kaſſirers ſichert durch ſeine Wichtigkeit und ſeine Beſol⸗
dung (ungefähr fünftanſend Franken mit den Geſchenken)
Inhaber deſſelben ſowie ſeiner Frau einen gewiſſen ang.
Die Frau des Deportirten unterdrückte dieſe unauf⸗ hörlichen Qualen beimlich, aus Furcht, eine für ſie und ihre Kinder ſo werthvolle Stelle zu verlieren; ſie beant⸗ wortete die Unverſchämtheit, die Härte ihrer Herrin mit Verdoppelung ihrer Sorgfalt, ihres Eifers und ihrer Unterwürfigkeit. Aber Leute von boshafter Gemüthsart ſind weit entfernt, ſich durch eine rührende Ergebung erweichen zu laſſen; ſie vetrachten dieſelbe oft nur als einen Beweis von Niedrigkeit, und da ſie ſicher find, ungeſtraft zu bleiben ſchmettern ſie gerne diejenigen nie⸗ der, welche die Noth zwingt, ſich vor ihnen unterthänig zu beugen.
So war es mit Louiſen der Fall; ihr Schmerz, den ſie wie ein Engel ertrug, ihre Thätigkeit, ihre Einſicht, ſie entwaffnete Frau Zimmermann nicht.
„Dieſe Frau Morand, ſagte die Krämerin, „hat ſehr wenig Herz, daß ſie lieber leidet, als ihren Platz verliert!“
Und darnach handelte ſie auch.
Andere Demüthigungen, die weiter von unten aus⸗ gingen, machten die Lage der Frau des Deportirten noch peinlicher. Die Magd des Hauſes, die neidiſch war, weil ſie die Neuangekommene an dem Tiſch ihrer Herrin eſſen ſah; die auch neidiſch war über die frühere Stel⸗ lung Louiſens, machte ſich ein grauſames Vergnügen daraus, dieſelbe bei tauſend Gelegenheiten zu verwun⸗ den. Sie wies die geringſte Hülfeleiſtung in der Be⸗ ſorgung des Ladens zurück; ſo wuſch Louiſe die Stein⸗ platten im Laden auf und kehrte denſelben aus; kurz,
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