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den kann, aber genügt, um einen gründlichen Unterricht zu ertheilen. Die blos unterhaltenden Lehrfächer find durch nützliche Belehrung in der Buchhaltung und dem Rechnungsweſen erſetzt. Das Haus iſt in vollkommen utem Stande, obgieich die Dienſtverrichtungen beinahe 6 ansſchließlich von den Schülerinnen beſorgt werden. Ich zögerte auch keinen Augenblick, Julchen in dieſes Inſti⸗ tut zu thun. Es mußte ein Vierteljahr vorausbezahlt und das Kind vollſtändig ausgeſtattet werden. Der Verkauf unſerer letzten Möbeln mußte genug eintragen, um das verlangte Vierteljahr, ſowie das Lehrgeld Alberts für ſechs Monate zu entrichten. Was die Ausſtattung be⸗ traf, ſo mangelte Julchen gottlob! nichts. So wird nun, Dank dieſen Hülfsquellen, mein Gehalt ausreichen, um für dieſes Jahr wenigſtens die kleine Summe zu ergänzen, die zur Verſorgung unſerer Kinder nöthig iſt. Ich kam eilig und ganz glücklich nach Hauſe zurück, um den Kindern mitzutheilen, welchen Erfolg meine Schritte in Betreff der Lehre Alberts gehabt und welcher unverhoffte Zufall mir eine Stelle als Ladendienerin ge⸗ ſichert habe. Albert war entzückt und Julchen ein wenig eiferſüchtig über ſeinen Bruder, deſſen Lehre uns nur hundert und zwanzig Franken koſtete, während ſein Koſt⸗ geld im Juſtitute zweihundert Franken betrug. Aber ich tröſtete es, indem ich ihm mittheilte, daß es einigen † Schülerinnen oft gelungen ſei, einen Theil ihres Koſt⸗ geldes durch den Ertrag ihrer Arbeit zu bezahlen und daß es ſicherlich zu der Zahl dieſer arbeitſamen gebören
werde. Mein Edmund! Du mußt Dir unſere Zufriedenheit vorſtellen und begreifen können, welche Herzenserleichte⸗
rung auf die granſame Angſt folgte, die mich ſeit ſo langer Zeit gemartert hatte! Wir kamen überein, daß wir jeden Sonntag zuſammen in meinem Zimmer ver⸗ bringen, wenn ſchlechtes Wetter uns hindern ſollte auszu⸗ gehen, und daß wir an den ſchönen Tagen große Spazier⸗


