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Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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ſchreiben, die dieſe lleben Geſchövfe bei dem Gedanken empfanden, ſie möchten mir vielleicht beinahe gar uicht mehr zur Laſt fallen und könnten aufangen ihren Lebens⸗ unterhalt zu verdienen. Ihre Köpfchen erhißten ſich, begeiſtert durch unſere Hoffnungen, dermaßen, daß ih gebieteriſch verlangen mußte, (ich begleitete dieſen Befehl mit den zärtlichſten Küſſen, die ich ihnen jemals gegeben habe!) daß ich gebieteriſch verlangen mußte, daß Albert und Julchen in ihre Betten zurückkehrten.

Geſtern Morgen bei Tagesanbruch kleidete ich mich an, um mich zu dem Kunſtiſchler Müller zu begeben; ich habe ihm in zwei Worten unſere peinliche Lage und meinen Wunſch aus einander geſetzt, Albert bei ihm als Lehrling unterzubringen, und bürgte ihm für die Ein⸗ ſicht, den Eifer und die Gelehrigkeit des lieben Knaben.

Die erſte Entgegnung war für mich grauſam. Herr Müller beſchäftigte zwei bis drei Arbeiter, deren Zahl ihm genügte, ſo daß er die Hülfe eines Lehrburſchen entbehren konnte, für den er ohnedieß keine Wohnſtätte gehabt hätte. Zum Glück für uns kam Frau Müller dazu und als dieſelbe erfahren hatte, um was es ſich handelt, daß mit einem Worte die Noth mich zwang, meinen Sohn in die Lehre zu thun, da kamen ihr die Thränen in die Angen und ſie machte ihrem Manne folgende Bemerkung, welche, wie Du Dir denken kannſt, mir ſehr vernünftig ſchien:

„Aber, Freund,“ — ſagte ſie, „erinnere Dich doch, daß Du Dich oft beklagſt, daß hier ſo manche kleinliche Arbeiten vorkommen, welche ein Lehrburſche übernehmen könnte, und daß unſere Arbeiter, die nun genöthigt ſind, ſich an deſſen Stelle damit abzugeben, auf dieſe Art eine Zeit vertieren, welche ſie beſſer an⸗ wenden könnten.“

„Das iſt wahr,“ antwortete Herr Müller, „wenn man es ſtrenge betrachtet, würde ein Lehrburſche Johanne und Lyuiſe. 10