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die kräftigſten Naturen, die abgehärtetſten Charaktere niederwirft, ſich allmälig erſchöpften. Als er von der Verurtbeilung des Vater Birnbaum und von dem kläg⸗ lichen Ende Johanne's benachrichtigt wurde, die Peter, Marta und Dominik als Waiſen zurückließ, von denen letzterer aus chriſtlicher Liebe bei ſeiner Pathe aufge⸗ nommen worden, während die beiden andern in einer Zuchtanſtalt eingeſperrt waren, da ſagte Sylvan, der ſchon vom Heimweh niedergebeugt war, einfach zu Ed⸗ mund:
Eine Flucht von hier iſt nicht möglich und ich darf nicht hoffen, zu meinen Kindern zurückkebren zu können: für mich iſt alſo Alles verloren. Herr Morand, ich bin ins Herz getroffen, — — — ich werde daran ſterben.
Wrrklich verlor er hierauf den Schlaf und die Eßluſt volluändig. Ein ſchleichendes Fieber unterwühlte die Geſundheit dieſes einſt ſo kräftigen Mannes: man führte ihn in das Spital, wo er ſeinen Leidensgefährten wieder fand. Sylvan lag Tag und Nacht auf dem Bauche ausgeſtreckt und das Geſicht in das Kopfkiſſen gedrückt auf dem Bette, um kein Licht zu ſehen. Wenn er ſich zeitweiſe erhob, wenn er ſprach, ſo geſchah dies nur, um Edmund zu ermuthigen und ihm einige brüderliche Sorgfalt zu widmen. Dann fiel er wieder in die düſtere Verſchloſſenheit ſeiner Verzweiflung zurück. Er hatte gehofft, Kleinhans in Afrika wiederzufinden; aber er erfuhr, daß der Bücherhauſirer nach Cavenne deportirt worden war, wo er übrigens, ohnedies ſchwächlich und gebrechlich, raſch von einem jener endemiſchen Fieber weggerafft, ſtarb, die in jenen tropiſchen Regionen ſo häufig ſind.
Als Edmund Morand, von ſtechenden Schmerzen gepeinigt, ſich außer Standes ſah, mit ſeiner Frau Briefe zu wechſeln, bat er Sylvan, Louiſen zu ſchreiben und ſie zu beruhigen. Dieſer Brief kam gegen das Ende von Julchens Wiedergeneſung in Frankreich an und man kann


