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fürchten iſt. So denke man an die Koſten während der
Krankheit und nach dem Tode von Edmunds Mutter! Welche traurigen aber unvermeidlichen Ausgaben! Die Begräbnißkoſten, die Trauerkleider für Loniſe, für ihre Kinder und für die Magd, welche, vorübergehend in den Dienſt der Familie zurückgekehrt, ob ihrer Hingebung wohl verdiente, die Trauer ihrer Herrin theilen zu dür⸗ fen, — welche Koſten verurſachte dies Alles! Man denke an die Koſten während der Krankheit Julchens, an die unzähligen Beſuche der Aerzte, von denen einer (derjenige des Doktors aus Paris) allein dreihundert Franken gekoſtet hatte! Man denke an die Koſten für das Inſtitut, in welchem Albert nahezu zwei Monate bleiben mußte! Man denke an die Koſten für den Lohn und die Koſt Honorinens, welche Louiſe bis zur vollſtän⸗ digen Geneſung ibres Töchterleins bei ſich zu behalten genöthigt war. Denn trotz ihrem Muthe, trotz der lei⸗ denſchaftlichen Zärtlichkeit gegen khre Kinder, trotz der beinahe übermenſchlichen Kraft, welche ſie, wie ſie ſagte, aus der Schwierigkeit der Umſtände ſelbſt ſchöpfte, — fühlte ſich dieſes muthige Weib nach ſo vielen Schlägen des Schickſals, nach ſo vielen Seelenleiden eines Tages am Ende ihrer Kräfte. Louiſe erlag gegen das Ende der Wiedergeneſung ihres Töchterleins der ſpäten Nach⸗ wirkung ſo vieler Auſtrengungen, ſo manchen heldenmü⸗ thig bekämpften Kummers und wurde krank. Ihre Krank⸗ heit, eine Folge der Erſchöpfung, dauerte nur einige Wochen; allein ſie mußte Honorine in ihrem Dienſte hehalten und Albert, mit dem ſie ſich, da ſie bettlägerig war, nicht beſchäftigen konnte, in ſeinem Penſionate laſſen. Mit Schrecken ſah ſie auch, wie ihre letzten Hülfs⸗ mittel, die durch die Ausgaben, von welchen wir ſpra⸗ chen, ſchon zu drei Viertheilen verringert waren, noch täglich abnehmen. So verſchwenderiſch ſie für die ärzt⸗ lichen Beſuche geweſen, als es ſich um Julchen handelte, ſo geizig zeigte ſie ſich nun, als es ſie betraf; denn ein


