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Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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bei Euch zu ſein, und dann lerne ich ſo viel als möglich iſt und in meinen Kräften ſteht, da wir nach der Ent⸗ fernung des Vaters zu arm geworden find, als daß ich lange in dem Inſtitute bleiben könnte.

Dies, mein Freund, ſind die eignen Worte des lieben Knaben; ich beruhigte ihn noch über Julchens Schickſal und kehrte dann nach Hauſe zurück. Als ich durch die lange Straße ging, begegnete ich Deinem ehe⸗ maligen Geſchäftsherrn, Herrn Heurtier.

„Ei nun, Frau Morand,“ ſagte er in triumphiren⸗ dem Tone zu mir, „hatte ich Unrecht, als ich Ihrem Gatten unaufhörlich wiederholte: Miſchen Sie ſich nicht in die Politik!“ — Er hat nicht auf mich gehört; — — jetzt ſehen Sie, was ihm begegnet iſt.“

„Mein Herr,“ antwortete ich ihm, „waren Sie wäh⸗ rend der Zeit, als mein Mann Ihre Kaſſe führte, zufrie⸗ den mit demſelben?“

„Zweifelsohne! und unglücklicher Weiſe werde ich ihn nie erſetzen können,“ erwiederte er mir in grämlichem Tone, „er war die Klugheit und die Ehrlichkeit in Perſon. — — Aber er hatte eine wahre Sucht, ſich in die Politik zu miſchen.“

„Mein Herr, ein Jeder handelt nach ſeinem Ge⸗ wiſſen; wenn mein Gatte ſeine Pflichten gegen Sie erfüllt hatte, blieben ihm noch andere zu erfüllen, die er als geheiligt betrachtete.“

„Eine Pflicht!“ ſchrie Herr Heurtier mit Unwillen, „eine Pflicht! ſich gegen ſeine Behörde auflehnen! Gehen Sie, Madame! Ihr Gatte hat nun, was er verdient hat! Und ich bin entzückt, Ihnen bei dieſer Gelegenheit erklären zu können, daß ich einer der wärmſten Anhänger der jetzigen Regierung bin.“

Was, mein Freund, ſollte ich darauf antworten? die Achſeln zucken und meines Weges gehen! — — Dieß that ich und kehrte eiligſt nach Hauſe zurück, un⸗

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Johanne und Lyuiſe.