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Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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war damit einverſtanden, und der arme Knabe verließ uns troſtlos, aber ſich einſichtsvoll der Nothwendigkeit fügend, in Begleitung Honorinens. Auf dieſe Weiſe war er wenigſtens nicht Zeuge Alles Desjenigen, was für mich in der Erfüllung der letzten Pflichten, die ich gegen Deine Mutter hatte, Herzzerreißendes lag. Ach! unſere Wohnung iſt ſo ärmlich, daß eine einzige Thüre das Sterbezimmer von dem ſchied, — — wo ich bei Julchen wachte.

Mein Freund! Keine fremde Hand hat die irdiſchen Ueberreſte derjenigen berührt, die wir beweinen; ich habe mit Hülfe Honorinens dieſe fromme Pflicht erfüllt. In dem Momente, als wir unſere Mutter mit dem Leichentuche verhüllten, habe ich noch in religiöſem Ge⸗ fühle ihre Stirne geküßt. Sie ſchien zu ſchlafen, keine Verzerrung der Züge entſtellten die Sanftheit ihres edlen, ſchönen Geſichtes. Ich ſchnitt zwei Locken ihres Haares ab lich ſende Dir eine derſelben in dieſem Briefe); dann drückte ich ihre Augenlider zu — — — — und Alles war zu Ende. — Während der zweiten Nacht wachten Honorine und ich abwechſelnd bei ihr; wir wechſelten ſo zwiſchen der Sorgfalt für dieſe Leiche und der Sorgfalt, die wir unſerem Töchterchen widmeten. — — — —

Am Morgen hat man den Sarg gebracht; man hörte Alles in dem Zimmer, in welchem ich bei Julchen war. In dieſem Augenblicke wurde ich ohnmächtig; — — — — dieſe Hammerſchläge drangen mir ins Herz — und ich befand mich übel. — — Honorine ſprang mir bei. Als ich wieder zu mir kam, war der Sarg ſeit einer halben Stunde entfernt.

Ich wollte der Trauermeſſe beiwohnen. Julchen ſchien mir ein wenig ruhiger; ich ließ es unter Hono⸗ rinens Obhut zurück und begab mich in die Kirche. Unter dem Portal fand ich Albert, den der Vorſteher des Inſtituts mit einem Diener des Hauſes zu der trau⸗ rigen Feierlichkeit geſchickt hatte. Das Herz that mir

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